ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2012Familienfreundlichkeit: Medizinstudierende fordern Taten

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Familienfreundlichkeit: Medizinstudierende fordern Taten

Dtsch Arztebl 2012; 109(48): [79]

Hillienhof, Arne

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Grundlegende Veränderungen in Studium, Klinik und bei der Forschung fordert die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd). Ziel sind bessere Arbeitsbedingungen und familienfreundlichere Strukturen in Studium, ärztlicher Tätigkeit und Wissenschaft. „Die teilweise immense Arbeitsbelastung im klinischen Alltag wird nicht länger hingenommen, und eine gleichberechtigte Koexistenz von Familie, Freizeit, Beruf und wissenschaftlicher Karriere ist der Wunsch vieler junger Kollegen“, heißt es in einem aktuellen Positionspapier der bvmd.

Die Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf sei zunehmend ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Arbeitsstelle, so die Medizinstudierenden-Organisation: „Den Diskussionen in Politik und im Verbändewesen über dieses Thema müssen endlich Taten folgen, die grundlegende Veränderungsprozesse anstoßen.“ Zugleich seien die Studierenden aufgerufen, ihre derzeitige gute Position auf dem Arbeitsmarkt zu nutzen, um ein familien- und freizeitfreundlicheres Berufsbild durchzusetzen.

Die bvmd fordert, dass die Lebenssituationen und Wünsche der Mitarbeiter in der Klinik mehr Berücksichtigung finden, um den Arztberuf gesünder und in seiner Struktur familienfreundlicher zu gestalten. Essenziell ist aus Sicht der Studierenden dabei die Umgestaltung der Arbeitszeiten. Dienstpläne müssten frühzeitig erstellt werden und auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer angepasst sein. In der Realität des Klinikalltags sei die Einhaltung von Arbeitszeitvorgaben sicherzustellen. Insbesondere für Familien sei es wichtig, neue und flexiblere Arbeitszeitmodelle zu generieren und flächendeckend umzusetzen. Statt die erfolgte Arbeit an der Präsenz der Mitarbeiter festzumachen, sollte die erfolgreiche Aufgabenerfüllung im Vordergrund stehen. hil

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