ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2012Marlene Rupprecht: Hospiz-Vorkämpferin in neuem Amt

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Marlene Rupprecht: Hospiz-Vorkämpferin in neuem Amt

Dtsch Arztebl 2012; 109(48): A-2425 / B-1981 / C-1939

Richter-Kuhlmann, Eva

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Marlene Rupprecht, Foto: DHPV
Marlene Rupprecht, Foto: DHPV

Während ihrer langjährigen Tätigkeit in der Kinderkommission des Deutschen Bundestages lernte die SPD-Abgeordnete Marlene Rupprecht (65) auch eine Familie mit drei Kindern kennen, von denen eines schwer krank war. „Es würde sicher sterben, aber es musste im Krankenhaus bleiben, weil die Krankenkasse die Kosten für die ambulante Versorgung nicht übernommen hat“, berichtet sie. „Da war mir klar, dass sich etwas ändern muss.“

Rupprecht setzte die Erkenntnis rasch in Taten um: Nach diesem Schlüsselerlebnis engagierte sie sich im interfraktionellen Gesprächskreis Hospiz und Palliativmedizin des Deutschen Bundestags intensiv für die Belange der Hospizbewegung und Palliativmedizin. Vor allem kümmerte sie sich um die Bereiche Kinderhospize und Palliativmedizin für Kinder.

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Nun hat Rupprecht, die 2013 nicht mehr als Bundestagsabgeordnete kandidieren will, ein neues Ehrenamt übernommen: Ende Oktober wurde sie zur Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands (DHPV) gewählt. Rupprecht löst damit die langjährige Vorstandsvorsitzende Dr. med. Birgit Weihrauch ab, die das Amt seit 2006 innehatte und nicht mehr kandidierte.

In den vergangenen sechs Jahren sei der DHPV zu einem selbstverständlichen Partner in Politik und Gesundheitswesen geworden, würdigte Rupprecht das Engagement ihrer Vorgängerin. Gleichzeitig sieht sie noch große Herausforderungen. „Der DHPV wird sich auch weiterhin mit aller Kraft für die Belange der schwerstkranken und sterbenden Menschen einsetzen“, versprach sie. Eva Richter-Kuhlmann

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