ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2012Infektionsschutz: Ge­sund­heits­mi­nis­terium will Meldesystem vereinfachen

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Infektionsschutz: Ge­sund­heits­mi­nis­terium will Meldesystem vereinfachen

Dtsch Arztebl 2012; 109(49): A-2442 / B-1998 / C-1954

Krüger-Brand, Heike E.

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Nach der EHEC-Epidemie im Jahr 2011 wurden Forderungen nach einer Modernisierung des Meldesystems für übertragbare Krankheiten laut. Derzeit gibt es keine elektronischen Standardlösungen für die in den Meldeprozess eingebundenen Akteure. Vor allem Ärzte, Krankenhäuser und Labore übermitteln ihre Meldungen in der Regel per Fax, Brief oder Telefon an die zuständige Gesundheitsbehörde.

Ein elektronisches System für die Meldung von Infektionskrankheiten soll entwickelt werden. Foto: picture alliance
Ein elektronisches System für die Meldung von Infektionskrankheiten soll entwickelt werden. Foto: picture alliance

Das zeitaufwendige Prozedere gilt als einer der Gründe dafür, dass nur wenige Meldungen von Ärzten kommen. „Von den etwa 450 000 Meldungen jährlich stammen 350 000 Meldungen von Laboren“, berichtete Dr. med. Doris Wilke, Bundesministerium für Gesundheit (BMG), beim Telemedizinkongress Ende Oktober in Berlin. Auch sei die Form der Meldungen nicht vorgeschrieben. Zwar stelle das Robert-Koch-Institut ein Musterformular bereit, dieses sei jedoch nicht bundesweit verbreitet.

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Das BMG fördere deshalb die Entwicklung eines „Deutschen Elektronischen Meldesystems für übertragbare Krankheiten“ (DEMIS), das tagesaktuell und anforderungsgerecht Daten zur Verfügung stellen und Medienbrüche vermeiden solle, sagte Wilke. Das System soll technisch auf der im Aufbau befindlichen Tele­ma­tik­infra­struk­tur beruhen und hohen Datenschutzanforderungen genügen. KBr

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