ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2012Abrechnungsempfehlungen der Bundes­ärzte­kammer

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Bundes­ärzte­kammer

Abrechnungsempfehlungen der Bundes­ärzte­kammer

Dtsch Arztebl 2012; 109(49): A-2483 / B-2035 / C-1991

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Bekanntmachungen

Der Vorstand der Bundes­ärzte­kammer hat in seiner 11. Sitzung (Amtsperiode 2011/2015) am 20. Mai 2012 nachfolgende – vom Ausschuss Gebührenordnung der Bundes­ärzte­kammer in seiner 4. Sitzung (Amtsperiode 2011/2015) am 19. März 2012 befürwortete – Abrechnungsempfehlungen beschlossen:

Abrechnung des Nachweises von Jod im Serum mittels Massenspektrometrie bei fraglicher Jodkontamination bzw. Jodintoxikation

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analog Nr. 4210 GOÄ

Bis auf die Abklärung einer fraglichen Jodkontamination bzw. Jodintoxikation, die zudem in erster Linie durch eine Bestimmung der Jodausscheidung im Spontanurin erfolgen sollte, gibt es für den Nachweis von Jod im Serum mittels Massenspektrometrie keine stichhaltige Indikation.

Abrechnung „Freier Leichtketten“ in Serum und Urin

analog Nr. 3741 GOÄ.

Abrechnung des Quantiferon-TB-Gold-Tests nach GOÄ – Immunologischer Bluttest zum Nachweis einer Infektion mit Tuberkulosebakterien

analog Nr. 3767 GOÄ

Je einmalig für

– den ersten Stimulationsversuch,

– die Negativkontrolle und

– für die Mitogenkontrolle (falls diese erforderlich ist).

Abrechnung der MedX-Therapie bei Aufteilung der Therapie in LWS und HWS

Abrechnung gemäß der vom Ausschuss „Gebührenordnung“ der Bundes­ärzte­kammer im Jahr 2002 zur Medizinischen Trainingstherapie beschlossenen Abrechnungsempfehlung.

Danach sind die Nrn. 846, 558 und 506 GOÄ pro Sitzung jeweils nur einmal berechnungsfähig. Eine mehrfache Abrechnung der vorgenannten Gebührenordnungsnummern mit Bezug auf unterschiedliche Behandlungsareale (LWS und HWS) ist nicht möglich.

Abrechnung eines Vorhofverschlusses mittels ACP (Amplatzer Cardiac Plug)

analog Nr. 629 GOÄ plus analog Nr. 5348 GOÄ.

Abrechnung der Viskokanaloplastie

einmalig nach Nr. 1382 GOÄ.

Ein ggf. durch die Operationsvariante bedingter erhöhter Zeitbedarf kann durch Abrechnung eines erhöhten Gebührensatzes berücksichtigt werden.

Abrechnung der Triggerpunktbehandlung mit Hochfrequenz-Stimulation (Transkutane Reizstrombehandlung)

analog Nr. 551 GOÄ.

Das Verfahren ist nicht mit der deutlich aufwendigeren und ausschließlich von Ärzten erbringbaren (also nicht auf Nichtärzte delegierbaren) radialen Stoßwellentherapie vergleichbar.

Abrechnung der endoskopischen Untersuchung des Subacromialraums

analog Nr. 3300 GOÄ.

Im Falle einer notwendigen (zeitaufwendigen) Umlagerung des Patienten kann die Nr. 3300 GOÄ für die nach der Umlagerung erfolgte oder von einem anderen Schnitt ausgehende gesonderte Untersuchung nochmals (also zusätzlich) analog zur Abrechnung gebracht werden. Die Notwendigkeit der Umlagerung bzw. der Untersuchung von einem anderen Schnitt aus ist zu dokumentieren.

Abrechnung der renalen Sympathikusdenervation

analog Nr. 3091 GOÄ.

Der insgesamt zweimalige analoge Ansatz (rechte und linke Nierenarterie) ist im Rahmen der Sympathikusdenervation möglich.

Abrechnung der digitalen Volumentomographie

analog Nr. 5370 GOÄ

Abrechnung der an die digitale Volumentomographie anschließenden computergesteuerten Analyse mit einer 3-D-Rekonstruktion

analog Nr. 5377 GOÄ.

Abrechnung einer Computertomographie des Herzens

nach Nr. 5371 GOÄ.

Abrechnung ergänzender Serien nach Nr. 5376 GOÄ.

Aufgrund der vergleichsweise hohen Anzahl von Schnittbildern und des hohen ärztlichen Aufwands bei der Auswertung der Schnittbilder wird die Abrechnung bis zum Höchstgebührensatz empfohlen.

Abrechnung der computergesteuerten Analyse nach Nr. 5377 GOÄ.

Abrechnung der Ablation der Pulmonalvenen (Pulmonalvenenisolation)

analog Nr. 3091 GOÄ.

Einmalig für alle Pulmonalvenen (also keine Abrechnung pro Pulmonalvene)

Abrechnung der transseptalen Punktion plus Schleusenanlage zusätzlich

analog Nr. 629 GOÄ. 

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