ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2012Kassenärztliche Bundesvereinigung: Befragung der Niedergelassenen hat begonnen

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Kassenärztliche Bundesvereinigung: Befragung der Niedergelassenen hat begonnen

PP 11, Ausgabe Dezember 2012, Seite 533

Maus, Josef

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Die Befragung der circa 150 000 Vertragsärzte und Psychologischen Psychotherapeuten durch das Meinungsforschungsinstitut infas im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat begonnen. Gefragt werden die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten, ob und unter welchen Bedingungen sie am Sicherstellungsauftrag für die ambulante Versorgung der gesetzlich Versicherten festhalten wollen.

Diesen ungewöhnlichen Schritt begründete der KBV-Vorsitzende, Dr. med. Andreas Köhler, im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt mit den gravierenden Veränderungen, die sich in den letzten 20 Jahren im Verhältnis der Krankenkassen zu den niedergelassenen Ärzten ergeben haben (siehe dazu DÄ, Heft 45/2012). Insbesondere beklagt Köhler die fehlende Wertschätzung der Kassen gegenüber der täglichen Arbeit der Niedergelassenen. Anstatt die wichtige und gesellschaftlich wertvolle Arbeit der Ärzte zu goutieren, erlebe man gerade in der jüngeren Vergangenheit, dass die Ärzte von den Krankenkassen öffentlich als Abzocker und Betrüger bezeichnet würden.

In einem Brief an die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten, der einem Teil dieser Ausgabe beiliegt, kritisieren Köhler und seine Vorstandskollegin Regina Feldmann überdies die Spardiktate, Regressandrohungen und bürokratischen Hürden seitens der Krankenkassen. Eine angemessene und planbare Vergütung gebe es indessen nicht.

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Die Befragung soll Mitte Dezember abgeschlossen sein, erste Ergebnisse will die KBV bereits auf ihrer Ver­tre­ter­ver­samm­lung am 7. Dezember präsentieren. JM

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