ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2012Hausarztpraxen: Jeder fünfte Patient psychosomatisch krank

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Hausarztpraxen: Jeder fünfte Patient psychosomatisch krank

Dtsch Arztebl 2012; 109(50): A-2494

Hillienhof, Arne

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Erste Anlaufstelle bei psychosomatischen Störungen ist oft der Hausarzt. Foto: picture alliance
Erste Anlaufstelle bei psychosomatischen Störungen ist oft der Hausarzt. Foto: picture alliance

Etwa 20 Prozent aller Patienten in deutschen Hausarztpraxen leiden an körperlichen Beschwerden, für die es keine ausreichende organische Erklärung gibt. Darauf haben die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) und das Deutsche Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM) hingewiesen.

Die Symptome der somatoformen Störungen reichten von Kopf- oder Rückenschmerzen über Erschöpfung und Atemnot bis hin zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. „Deren Behandlung ist meist schwierig und kostspielig, denn durchschnittlich dauert es sechs Jahre und bedarf entsprechend häufiger Arztbesuche, bis die Betroffenen eine psychosomatische Behandlung erhalten“, hieß es von den Fachgesellschaften.

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Laut DGPM und DKPM hat sich das Krankheitsspektrum tiefgreifend verändert. „Psychische und psychosomatische Störungen sind eine Herausforderung für die Gesellschaft und müssen adäquat behandelt werden“, sagte Prof. Dr. med. Johannes Kruse, Vorsitzender der DGPM und Direktor die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg. hil

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