ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2012Julia Seifert: An der Spitze des Berufsverbands der Chirurgen

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Julia Seifert: An der Spitze des Berufsverbands der Chirurgen

Dtsch Arztebl 2012; 109(50): A-2531 / B-2073 / C-2029

Hibbeler, Birgit

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Julia Seifert, Foto: UKB
Julia Seifert, Foto: UKB

Die Chirurgie galt lange Zeit als Männerdomäne. Doch auch in dieser Disziplin steigt der Frauenanteil. Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) trägt dem nun Rechnung. Auf der Präsidiumssitzung Anfang November wurde Priv.-Doz. Dr. med. Julia Seifert (45) zur neuen BDC-Vizepräsidentin gewählt. Seifert ist Leitende Oberärztin in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Unfallkrankenhaus Berlin. Mit der Wahl rückt sie in den dreiköpfigen BDC-Vorstand auf. Seifert war zuvor bereits als Vertreterin der Oberärzte Mitglied des Präsidiums.

„Mein Hauptthema soll die Stärkung der Chirurginnen und Chirurgen sein“, sagt Seifert. Ihre Leistungen müssten innerhalb und außerhalb der Ärzteschaft erkennbar gemacht werden. „Dies wird umso besser gelingen, wenn die Chirurginnen und Chirurgen als Einheit agieren“, betont sie. Seifert will sich auch mit den politischen Bestrebungen zur europäischen Vereinheitlichung der Aus- und Weiterbildung befassen. Diese müssen sich ihrer Meinung nach zunächst einmal mit den in Deutschland bestehenden herausragenden Standards messen lassen.

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Ein weiteres Anliegen: Ärzte sollen Aufgaben im Management und in den Geschäftsführungen zurückerobern. Dann könnten die Ärzte die Attraktivität ihres Berufes selbst beeinflussen. „Medizinisches, ethisches und ökonomisches Handeln müssen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Nur so können wir den Nachwuchs für unser Fach begeistern“, erläutert Seifert. Birgit Hibbeler

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