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ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2012Religiöse Beschneidungen: Bundestag und Bundesrat einig

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Religiöse Beschneidungen: Bundestag und Bundesrat einig

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Beschneidungen nach den Regeln der ärztlichen Kunst sind erlaubt. Foto: iStockphoto
Beschneidungen nach den Regeln der ärztlichen Kunst sind erlaubt. Foto: iStockphoto

Religiös motivierte Beschneidungen an Jungen sind in Deutschland weiter zulässig. Bundesrat und Bundestag billigten Mitte Dezember eine gesetzliche Klarstellung, wonach der Eingriff erlaubt ist, wenn er nach den Regeln der ärztlichen Kunst erfolgt. In den ersten sechs Monaten nach der Geburt können weiterhin auch von einer Religionsgemeinschaft dafür vorgesehene Personen die Beschneidung vornehmen. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass die Eltern umfassend aufgeklärt werden und eine effektive Schmerzbehandlung erfolgt.

Für den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf votierten in namentlicher Abstimmung 434 von 580 Abgeordneten, dagegen 100, 46 enthielten sich. Ein alternativer Gesetzentwurf, der eine Beschneidung von Jungen erst ab 14 Jahren und mit ihrer ausdrücklichen Einwilligung erlauben wollte, fand keine Mehrheit. Für ihn votierten nur 91 von 584 Abgeordneten. Auch Änderungsanträge, mit denen weitere Auflagen für die Zulässigkeit religiöser Beschneidungen eingeführt werden sollten, erhielten keine Mehrheit. afp

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