ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2012Mareike Schimmel: Wie Kinder mit dem Kopfschmerz umgehen

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Mareike Schimmel: Wie Kinder mit dem Kopfschmerz umgehen

Dtsch Arztebl 2012; 109(51-52): A-2595 / B-2131 / C-2083

Schmidt, Klaus

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Mareike Schimmel, Foto: KV Bayerns
Mareike Schimmel, Foto: KV Bayerns

Bereits 2002 haben 63 Prozent der Erstklässler Erfahrungen mit dem „Gewitter im Gehirn“ gemacht. Oft liegen diesen Kopfschmerzen keine organischen Ursachen zugrunde, am häufigsten treten Spannungskopfschmerzen und Migräne auf. Dieser Problematik hat sich die Augsburger Neuropädiaterin Dr. med. Mareike Schimmel mit ihrem Team aus einer Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, einer Psychologin und zwei Entspannungstherapeutinnen gewidmet – und eine Kopfschmerzschulung entwickelt.

In einem Assessment werden zunächst die Kinder befragt und betrachtet, bevor die Eltern einbezogen werden. Die Kinder wiederum durchlaufen dann ein Multikomponentenprogramm zum Umgang mit den Schmerzen und dem Erlernen von Entspannungstechniken.

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Für Priv.-Doz. Dr. med. Maria Eberlein-Gonska, Technische Universität Dresden und Jurymitglied des Bayerischen Gesundheitspreises, gehen Schimmel und ihr Team damit noch weiter. Sie bieten in ihrem Programm für die Kinder neben dem Erlernen der Progressiven Muskelentspannung auch verhaltenstherapeutische Techniken an, auf die die Kinder im Alltag zurückgreifen können. Ein Beispiel ist „Der Kopfschmerz-Checker“, mit dem Kinder Informationen darüber erhalten, was in ihrem Kopf passiert. Ein anderes Beispiel sind „Die Gedanken-Spezialisten – Schwarzmalen und Hellsehen, die Umwandlung schwarzer in bunte Gedanken“. Der Bayerische Gesundheitspreis in der Kategorie „Hilfe zur Selbsthilfe“ ging an Schimmel. Klaus Schmidt

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