ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2013Echokardiographie keine Basisdiagnostik
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Worüber ich als Internist-/Kardiologin etwas gestolpert bin, ist über die an zweiter Stelle der Basisdia-gnostik genannte Untersuchung: der „Echokardiographie des Herzens“.

Leider erschloss sich mir die Indikation auch nach Lektüre des gesamten Artikels nicht. Es wurde meines Erachtens in dem gesamten Artikel keine klinisch relevante Grundlage für deren diagnostische Relevanz geliefert.

Diese hätte mich als ausführende Untersucherin jedoch besonders interessiert, da ich bereits TTE-Anforderungen mit eben der Fragestellung „Delir“ in einer kleinen internistischen Abteilung eines psychiatrischen Schwerpunktkrankenhauses bearbeiten durfte.

Zur Feststellung eines kardiogenen Schocks gibt es sicherlich sensitivere Parameter wie Blutdruck und Puls. Nicht hinter jedem Infekt verbirgt sich gleich eine Endokarditis. Selbst mit einer guten systolischen Pumpfunktion kann man kardial dekompensieren.

Also, inwiefern bringt mich diese diagnostische Maßnahme, die dazu führt, dass der Patient aus seinem etwas vertrauteren Patientenzimmer von wieder fremden Personen in einen wiederum neuen Untersuchungsraum zu einer neuen, ihm wiederum unbekannten Untersucherin gebracht wird, in meinen therapeutischen Maßnahmen letztlich weiter?

Widerspricht dies nicht der anderen „Kastenempfehlung“: eine ruhige und sichere Umgebung zu schaffen?

Meines Erachtens steht der Nutzen in keinem Verhältnis zu dem eher schädigen Einfluss. Natürlich kann man sagen: das TTE ist eine „Bedside”-Untersuchung (wie hier das erwähnte EEG), aber ist das realistisch?

DOI: 10.3238/arztebl.2013.0008b

Dr. med. Jutta Welsch, Rottweil
juttawelsch@aol.com

1.
Lorenzl S, Füsgen I, Noachtar S: Acute confusional states in the elderly—diagnosis and treatment. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(21): 391–400. VOLLTEXT
1.Lorenzl S, Füsgen I, Noachtar S: Acute confusional states in the elderly—diagnosis and treatment. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(21): 391–400. VOLLTEXT

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