ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2013Asylverfahren: Einseitig
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. . . Mir sind mehr vorgetäuschte PTBS-Zustände offenbart worden als schwerwiegende ernsthafte Schicksale – was fraglos meine Erfahrung ist; indes: Es gibt eben keine Evidenz zur Diagnostik und keine Statistik zur Fehldiagnostik – aber immerhin ein gerüttelt Maß an Erfahrung im Gebrauch und Missbrauch mit dieser Diagnose.

Der eine Flugtauglichkeit bescheinigende Arzt ist kein Obergutachter, hat keinerlei Auftrag, eine in einem abgeschlossenen Abschiebeverfahren letztendliche Entscheidung zu fällen, oder gar eine Verpflichtung, geschweige denn ein Recht, sich anzumaßen, eine im zur Abschiebung führende . . . juristisch geprüfte Sachlage zu korrigieren, noch gar in eine Zukunft hineinzuspekulieren, sondern er hat einen Körperzustand festzustellen, aufgrund dessen ein Mensch hier und jetzt tauglich ist, eine Reise per Flugzeug anzutreten – mehr nicht. Wer das nicht tun will, muss es nicht tun, – eine/ein Kollegin/Kollege, der es tut zu verunglimpfen (und mit moralischer Anmaßung oft mehr noch als dies), ist überheblich . . .

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Dr. Richard Barabasch, 96178 Pommersfelden

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