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Erschütternd ist der Bericht über die versehentliche intravenöse Gabe eines oralen Antibiotikums durch einen PJ-Studenten und seiner danach erfolgten Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung. Nach der unvorstellbaren Tragödie . . . lehnt nun die Bielefelder Klinik die Verantwortung ab!

Wer die Arbeitsbedingungen für PJ-Studenten kennt, kann sich vorstellen, wie wenig klar der „Auftrag“ durch eine Krankenschwester ist, die eine nicht beschriftete Spritze bereitlegt, zeitgleich mit einer von dem Studenten vorgenommenen Blutabnahme (die wohl über das Infusionssystem erfolgen sollte). Es entspricht nicht den Regeln einer good practice, eine nicht beschriftete Spritze, die zudem für ein orales Medikament war, anzureichen. Es trifft die Klinik und die examinierte Krankenschwester mindestens die ganz überwiegende Verantwortung für dieses Vorgehen, und es ist falsch und unethisch von dem Krankenhaus, diese auf den Studenten abzuschieben. Dass die Staatsanwaltschaft dies nicht so sieht, ist wohl auch auf die Unkenntnis über die teilweise bestehenden Arbeitsbedingungen für PJ-Studenten zurückzuführen. Es bleibt zu hoffen, dass in dem Berufungsverfahren das Krankenhaus in die Pflicht genommen wird.

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Dr. med. Karen Loew, 70190 Stuttgart

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