ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2013Erika von Mutius: Leibniz-Preis für Pädiaterin

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Erika von Mutius: Leibniz-Preis für Pädiaterin

Dtsch Arztebl 2013; 110(3): A-85 / B-77 / C-77

Hibbeler, Birgit

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Erika von Mutius, Foto: Klinikum der Universität München
Erika von Mutius, Foto: Klinikum der Universität München

Prof. Dr. med. Erika von Mutius (55), Pädiaterin aus München, wird mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet. Der Leibniz-Preis zählt zu den wichtigsten Ehrungen in der deutschen Wissenschaft. Er ist mit je 2,5 Millionen Euro dotiert.

Erika von Mutius ist Professorin für Pädiatrische Allergologie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und Oberärztin am Dr. von Haunerschen Kinderspital. Sie hat grundlegende Erkenntnisse über die Entstehung von allergischem Asthma erzielt. Ausgehend von klinischen Beobachtungen hat sie großangelegte epidemiologische Studien zu Umweltfaktoren durchgeführt. Sie konnte zeigen: Kinder haben eine verringerte allergische Disposition, wenn sie auf dem Bauernhof und damit in der Nähe von Tieren aufwachsen. Stadtkinder entwickeln seltener Asthma oder Allergien, wenn sie sehr früh mit anderen Kindern in Berührung kommen. Neben der Umwelt spielen genetische Faktoren eine wichtige Rolle: Im Rahmen des EU-Projekts GABRIEL, das von Mutius mit koordinierte, konnte sie eine Genvariante nachweisen, die wesentlich zu Asthma beiträgt.

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Die DFG verleiht insgesamt zehn Leibniz-Preise. Die Vergabe findet im März in Berlin statt. Neben Erika von Mutius erhält in diesem Jahr noch ein weiterer Mediziner die Ehrung: der Biochemiker Prof. Dr. Ivan Dikic (46) aus Frankfurt am Main. Er wird für seine herausragenden Arbeiten im Bereich der molekularen Onkologie ausgezeichnet. Birgit Hibbeler

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