Editorial

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Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 1/2013: 3

Richter-Kuhlmann, Eva

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Mittlerweile wird sie bereits wissenschaftlich untersucht: die Generation Y. Doch wer oder was ist die Generation Y? Das sind Sie! Sie als Medizinstudierende und künftige Ärztinnen und Ärzte.

Der Begriff Generation Y charakterisiert die neue Ärztegeneration mit all ihren Visionen und Forderungen, die in den jetzigen Zeiten des Ärztemangels glücklicherweise nicht nur verhallen: geregelte Arbeitszeiten und die Möglichkeit, neben der Berufstätigkeit Kinder zu erziehen und gleichzeitig beruflichen Erfolg und Familienglück zu genießen statt eines Aufstiegs auf einer steilen Karriereleiter, die ein Leben außerhalb des Berufs quasi nicht zulässt. Chefärztinnen und Chefärzte tun sich aber immer noch schwer, sich auf die neue Generation einzustellen. Warum, erklärt der Beitrag „Was Chefärzte erwarten“ auf Seite 7.

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Die anderen Beiträge in dieser ersten Ausgabe des Jahres 2013 zeigen, dass die Erwartungen von Chefärzten an den ärztlichen Nachwuchs, nämlich hohe Einsatzbereitschaft, Interesse am Fach und den Willen zur eigenständigen Fortbildung, bei der Generation Y keineswegs passé sind. Wer liest, wie sich eine Deutschtürkin ihr Medizinstudium erkämpft (S. 12), wie Medizinstudierende während der Semesterferien die Gesundheitssysteme ferner Länder erkunden (S. 10) und sich intensiv für eine Optimierung der Lehre im Medizinstudium engagieren (S. 8 und S. 20), wird schnell merken, dass die der Generation Y angehängten Attribute – Bequemlichkeit und mangelnde Anpassungsfähigkeit – oft Vorurteile sind.

Dies zeigt auch folgender Satz, der auf dem Kongress „Operation Karriere“ des Deutschen Ärzteblattes zu hören war: „Die Jugend liebt den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt mehr vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte.“ Gesagt hat ihn erstmals der griechische Philosoph Sokrates, der 470 bis 399 vor Christus lebte.

Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

Redakteurin Deutsches Ärzteblatt

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