ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2013Pflegeausbildung: Bundesregierung plant neues Berufsgesetz

AKTUELL

Pflegeausbildung: Bundesregierung plant neues Berufsgesetz

Dtsch Arztebl 2013; 110(4): A-112 / B-104 / C-104

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die Bundesregierung möchte die Ausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Altenpflege in einem Berufsgesetz zusammenführen. Das berichtet sie in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion. Das neue Pflegeberufegesetz werde auch einheitliche Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung festlegen. Als Grundlage diene ein Eckpunktepapier der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Weiterentwicklung der Pflegeberufe.

Nach den Plänen der EU soll eine Pflegeausbildung nur noch nach zwölfjähriger Schulbildung möglich sein. Foto: Your Photo Today
Nach den Plänen der EU soll eine Pflegeausbildung nur noch nach zwölfjähriger Schulbildung möglich sein. Foto: Your Photo Today

Laut ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage sollen auch weiterhin Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss eine Pflegeausbildung beginnen können. Bei einer Anhebung der Zugangsvoraussetzungen zur Krankenpflegeausbildung von zehn auf zwölf Jahre allgemeine Schulbildung würde etwa der Hälfte aller heutigen Auszubildenden diese Ausbildung nicht mehr offenstehen, gibt die Bundesregierung zu bedenken. In den EU-Mitgliedstaaten, in denen für den Zugang zur Krankenpflegeausbildung eine zwölfjährige allgemeine Schulbildung vorausgesetzt werde, sei das Ausbildungsniveau nicht erkennbar höher als in Deutschland.

Anzeige

In den vergangenen Wochen und Monaten hatten Pflegeverbände wiederholt gefordert, nur Abiturienten oder Bewerber mit vergleichbarem Abschluss für eine Pflegeausbildung zuzulassen. Ende Januar wird der Binnenmarkt-Ausschuss des EU-Parlaments über eine EU-Richtlinie abschließend beraten, die auch die Pflegeausbildung einheitlich regeln soll. hil

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema