ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2013Sachsen und Thüringen: Neues Modell zur Arzneimittelversorgung

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Sachsen und Thüringen: Neues Modell zur Arzneimittelversorgung

Dtsch Arztebl 2013; 110(5): A-158

Hillienhof, Arne

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In Sachsen und Thüringen gibt es grünes Licht für ein Modell zur Optimierung der Arzneimittelversorgung. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Sachsen und Thüringen, die Landesapothekerverbände Sachsen und Thüringen und die AOK-Plus haben jetzt einem Eckpunktepapier zugestimmt.

„Wir erhoffen uns durch dieses zukunftsweisende Modellvorhaben Vorteile für Patienten und Ärzte: Für die Patienten wird die Arznei­mittel­therapie­sicherheit erhöht, und für die Ärzte sinkt das Regressrisiko“, sagte Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Das Konzept von KBV und ABDA wird in Sachsen und Thüringen umgesetzt. Foto: dapd
Das Konzept von KBV und ABDA wird in Sachsen und Thüringen umgesetzt. Foto: dapd
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Umgesetzt werden soll das gemeinsame Arzneimittelkonzept von KBV und ABDA – Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände. Es besteht aus drei Elementen, die stufenweise eingeführt werden: Die Wirkstoffverordnung (Stufe 1) und der wirkstoffbezogene Medikationskatalog (Stufe 2) sollen im dritten Quartal 2013 und das Medikationsmanagement (Stufe 3) im vierten Quartal 2013 starten.

Bei der Wirkstoffverordnung verschreibt der Arzt den Wirkstoff, und der Apotheker wählt das Präparat aus. Der Medikationskatalog ist eine evidenzbasierte Entscheidungshilfe für den Arzt, welcher Arzneistoff für welche Indikation empfehlenswert ist. Das Medikationsmanagement richtet sich an Patienten, die mehrere Arzneimittel dauerhaft einnehmen: Sie werden von einem Arzt und einem Apotheker betreut, um die Arznei­mittel­therapie­sicherheit zu verbessern. hil

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