ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2013Stefanie Oberfeld: Demenzbeauftragte in Westfalen-Lippe

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Stefanie Oberfeld: Demenzbeauftragte in Westfalen-Lippe

Dtsch Arztebl 2013; 110(5): A-187 / B-173 / C-173

Hibbeler, Birgit

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Derzeit gibt es in Deutschland rund 1,4 Millionen Demenzkranke. 2030 werden es voraussichtlich 2,2 Millionen sein. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) will dem Rechnung tragen und sich stärker im Bereich der Demenzerkrankungen engagieren. Die Kammer hat eine Demenzbeauftragte ernannt: Stefanie Oberfeld (44). Sie ist Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie und seit 2007 Oberärztin am Alexianer-Krankenhaus in Münster.

Stefanie Oberfeld, Foto: ÄKWL
Stefanie Oberfeld, Foto: ÄKWL

Das Thema Demenz wird in der ärztlichen Versorgung künftig an Bedeutung gewinnen. „Deshalb ist es notwendig, dass wir uns neben medikamentösen Therapien auch mittels Prävention, Frühdiagnostik und der Aufnahme früher therapeutischer Maßnahmen um dieses Krankheitsbild kümmern“, sagt ÄKWL-Präsident Dr. med. Theodor Windhorst. Die Demenzbeauftragte solle bereits bestehende Initiativen unterstützend begleiten und als „zentrale Anlaufstelle und Ansprechpartnerin tätig werden und Kräfte bündeln“.

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Nach Ansicht von Oberfeld sind die Versorgungsbedingungen für Menschen mit Demenz „oft nicht so, wie sie sein sollten und müssten“. Deshalb wolle sie die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisieren und bessere Voraussetzungen für die Versorgung von Demenzkranken schaffen. Dies soll durch Weiter- und Fortbildung, Vernetzung von Strukturen sowie multiprofessionelle Zusammenarbeit von Medizin und Pflege geschehen. „Wir müssen Synergieeffekte besser erkennen und nutzen“, sagt Oberfeld. Birgit Hibbeler

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