ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2013Vitamin-D-Tropfen: Pädiater warnen vor Überdosierung

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Vitamin-D-Tropfen: Pädiater warnen vor Überdosierung

Dtsch Arztebl 2013; 110(5): A-160 / B-146 / C-146

Zylka-Menhorn, Vera

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Zur Rachitisprophylaxe sollten Babys und Kleinkinder ab der zweiten Lebenswoche bis zum Ende des ersten Lebensjahres und im zweiten Lebensjahr in den lichtärmeren Monaten von September bis Anfang Mai täglich eine Vitamin-D-Tablette (500 I.E.) bekommen.

Viele Hebammen raten Eltern zu Vitamin-D-Tropfen statt Tabletten – eine gefährliche Empfehlung, meint Dr. med. Hermann-Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte: „Ein Tropfen enthält neuerdings nicht wie bisher 400 I.E. Vitamin D, sondern 667 I.E. Die Tropfen können zudem je nach Raumtemperatur in der Größe variieren und unter Umständen noch mehr Vitamin D enthalten.“ Damit steige die Gefahr der Überdosierung, die Erbrechen, Durchfall, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Nierenversagen verursachen könne.

„Aus diesen Gründen raten wir dringend von den Tropfen ab“, sagt Kahl. Muslimische und vegan/vegetarisch lebende Eltern sollten ihren Arzt bitten, Tabletten ohne Gelatine zu verschreiben. zyl

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