ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2013Betäubungsmittelrezepte: Neue Formulare

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Betäubungsmittelrezepte: Neue Formulare

Dtsch Arztebl 2013; 110(6): [71]

Kuhlen, Isabel

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Von der Bundesopiumstelle, der für den Betäubungsmittelverkehr im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zuständigen Stelle, wurde für das erste Quartal 2013 angekündigt, dass neue Betäubungsmittel(BtM)-Rezeptformulare herausgegeben werden sollen.

Ziel ist es, die Vergabe der Formulare durch die Bundesopiumstelle zu vereinfachen und gleichzeitig die Fälschungssicherheit zu erhöhen. Es soll in jeder Apotheke möglich sein, die Echtheit der neuen BtM-Rezepte mit einfachen Mitteln zu überprüfen. Zum Beispiel mit Hilfe einer UV-A-Lampe, die zur Geldscheinprüfung verbreitet ist, soll die Echtheit überprüft werden können. Unter diesem besonderen Licht verändert das gelbliche BtM-Rezept seine Farbe. Die schwarz eingedruckte Rezeptnummer soll so grünlich-fluoreszierend erscheinen.

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Künftig wird es aber keine individuell für einen Arzt kodierten Formulare mehr geben, weil dies zu zeitaufwendig für die Behörde ist. Durch eine fortlaufende neunstellige Rezeptnummer soll künftig die eindeutige Zuordnung zum verordnenden Arzt möglich sein. Für die Bundesopiumstelle ist dies eine ganz entscheidende Vereinfachung. Praxen mit mehreren verordnenden Ärzten müssen dagegen künftig auf eine streng getrennte Dokumentation der BtM-Verordnungen achten, um keine Verwechselungen auszulösen. Weil nur noch über die neunstellige Rezeptnummer die Zuordnung zum verordnenden Arzt erfolgt, ist die Gefahr von Verwechselungen bei Praxen mit mehreren Verordnern wesentlich erhöht.

Die Regelungen für das Ausfüllen der BtM-Rezepte und das Format des BtM-Rezeptes werden sich dagegen nicht ändern. Auch behalten die alten BtM-Rezepte „bis auf weiteres“ ihre Gültigkeit. Ob es insoweit eine Übergangsfrist geben wird, ist derzeit offen. Die Ärzte werden aber gebeten, auf keinen Fall alte BtM-Rezepte unaufgefordert an die Bundesopiumstelle zurücksenden, um sie gegen neue BtM-Rezepte einzutauschen. Die alten BtM-Rezepte sollten verwendet werden, bis sie vollständig aufgebraucht sind. Isabel Kuhlen

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