ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2013Kinder und Jugendliche: Prävention psychischer Störungen wichtig

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Kinder und Jugendliche: Prävention psychischer Störungen wichtig

PP 12, Ausgabe Februar 2013, Seite 53

Hillienhof, Arne

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Depressionen bei Kindern – Bereits bei Vorschulkindern lassen sich depressive Symptome finden.Foto: Fotolia/GARTIK
Depressionen bei Kindern – Bereits bei Vorschulkindern lassen sich depressive Symptome finden.
Foto: Fotolia/GARTIK

Auf die Bedeutung der Prävention von Depressionen bei Jugendlichen hat der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Prof. Dr. med. Gerd Schulte-Körne, auf dem 37. Interdisziplinären Forum der Bundes­ärzte­kammer hingewiesen. Schulte-Körne zufolge leiden zehn bis 15 Prozent der Jugendlichen an einer depressiven Episode und haben ein etwa 50-prozentiges Risiko, eine weitere Episode zu erleben. Bereits bei Vorschulkindern lägen depressive Symptome vor, mit Beginn der Pubertät nehme die Erkrankungsrate deutlich zu. „In Deutschland jedoch ist Prävention depressiver Störungen bisher kaum möglich, da es weder verfügbare Manuale noch Studien zu ihrer Wirksamkeit gibt“, sagte Schulte-Körne. Er forderte eine nationale Anstrengung zur Untersuchung und Etablierung von entsprechenden Präventionsprogrammen.

Darüber hinaus beschäftigte sich das Forum mit gestörtem Essverhalten von Kindern und Jugendlichen. Knapp ein Viertel der Jugendlichen weise eine solche Störung auf. Sie könnten durch aufeinander aufbauende präventive Interventionen positiv verändert werden. hil

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