ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2013TV-Tipp: Der perfekte Start ins Leben

MEDIEN

TV-Tipp: Der perfekte Start ins Leben

Dtsch Arztebl 2013; 110(7): A-280 / B-260 / C-260

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Der Themenabend „Start ins Leben – Das Geschäft mit der Angst“ am 19. Februar bei arte beschäftigt sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Schwangerschaft, Geburtsmedizin und Neonatologie. Die Thesen: Aus einer der natürlichsten Sachen der Welt ist ein hoch technisierter Vorgang geworden, bei dem es inzwischen vor allem ums Geld geht. So durchlaufen werdende Eltern aus Unsicherheit viele kostspielige Untersuchungen in der Annahme, dass dadurch die Geburt sicherer wird, sich die Chance auf ein gesundes Kind vergrößert.

Ultraschall ist in der heutigen Geburtsmedizin Standard. Foto: ZDF/©telekult/Thomas Henkel
Ultraschall ist in der heutigen Geburtsmedizin Standard. Foto: ZDF/©telekult/Thomas Henkel

Aus dem Wunsch nach einem gesunden Kind ist zudem der Zwang zu einem perfekten geworden. Als Reaktion darauf wollen sich die Ärzte immer mehr absichern, die Eltern hingegen möglichst viel kontrollieren. Die Dokumentation „Neun Monate zwischen Hoffnung und Hightech“ (20.15 Uhr) beleuchtet die aktuelle medizinische Entwicklung, vom Trend zu Megakliniken bis zur Genanalyse in der zwölften Woche durch einen Bluttest, geht den Interessen nach, die hinter der Geburtsmedizin stehen, und sucht nach Alternativen.

Anzeige

Statistisch gesehen kommen Kinder heute nicht gesünder zur Welt als noch vor 20 Jahren. Vielmehr werden immer mehr Kinder zu früh geboren. Extreme Frühchen, manche erst 22 Wochen alt und weniger als 500 Gramm schwer, überleben inzwischen, allerdings teilweise mit erheblichen gesundheitlichen Folgen. Die Dokumentation „Über Leben – Zu früh auf dieser Welt“ (21.10 Uhr) untersucht den Umgang mit Frühchen in Deutschland und seinen Nachbarländern und wirft dabei medizinische und ethische Fragen auf. EB

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema