ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2013Asthma bronchiale: Neue Option für Inhalationstherapie

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Asthma bronchiale: Neue Option für Inhalationstherapie

Dtsch Arztebl 2013; 110(7): A-285

Vetter, Christine

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Erstmals gibt es einen Trockenpulverinhalator, der Beclometason und Formoterol in extrafeinen Partikeln enthält. So werden auch die kleinen Atemwege erreicht.

Eine vollständige Asthmakontrolle ist nur durch eine effektive Inhalationstherapie zu realisieren, mit der auch die Peripherie erreicht wird. Gute Chancen hierfür bestehen, wenn die zu inhalierenden Wirkstoffpartikel fein genug sind, um auch bis in die kleinen Atemwege vordringen zu können.

Bislang gab es solche extrafeinen Formulierungen nur als Lösungs-Dosieraerosol. Mit dem Foster® NEXThaler® kommt erstmals ein Trockenpulverinhalator mit extrafeinen Teilchen in den Handel. Enthalten sind die Wirkstoffe Beclometason und Formoterol in fixer Kombination. „Damit steht eine Therapie mit extrafeinen Teilchen auch jenen Patienten zur Verfügung, bei denen ein Dosieraerosol nicht sinnvoll erscheint, die per se einen Trockenpulverinhalator bevorzugen oder die mit einem Dosieraerosol weniger gut zurechtkommen“, berichtete Dr. med. Thomas Voshaar, Moers, bei der Launch-Pressekonferenz in Hamburg.

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Durch die spezielle Konstruktion des neuen Systems werde, sagte Voshaar, eine Behandlung mit hoher Dosiskonstanz gewährleistet. Die Inhalation erfolgt dabei atemzugsgesteuert, wobei der Wirkstoff in abgemessener Dosierung bereits mit dem vollständigen Öffnen zur Inhalation vorbereitet wird. Er ist jedoch im System geschützt, bis definitiv inhaliert wird.

Dies erfolgt nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip, sobald ein inspiratorischer Fluss von mindestens 40 l/min erreicht wird. Die erfolgreiche Inhalation wird dem Patienten durch ein akustisches Signal angezeigt. Sie wird auch optisch signalisiert, da der Multidosisinhalator (120 Wirkstoffdosen) ein gut ablesbares Zählwerk hat, das die Zahl der verbliebenen Wirkstoffdosen anzeigt.

Das System sei einfach zu bedienen und funktioniert nach dem einfachen 3-Schritte-Prinzip „Öffnen – Inhalieren – Schließen“, erklärte Voshaar.

Dass die Inhalation in der Regel ohne aufwendige Schulung problemlos gelingt, belege eine Vergleichsstudie mit 66 Patienten: Sie verglichen die Handhabbarkeit des neuen Inhalators mit anderen Systemen. Der neue Pulverinhalator mit dem extrafeinen Teilchenspektrum wurde von 74 Prozent als besonders einfach handhabbar bezeichnet und damit von signifikant mehr Patienten als bei den herkömmlichen Pulverinhalatoren.

Christine Vetter

Launch-Pressegespräch „Foster® NEXThaler® – NEXTstep für den Asthmapatienten“ in Hamburg, veranstaltet von Chiesi

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