ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2013Krebsregister: Aufrichtigkeit und Vernunft sind gefragt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die Argumentation in diesem Artikel ist aus Sicht eines onkologischen Insiders bedenklich.

  • Früherkennung und Tumorverlaufsdokumentation sind völlig verschiedene Aufgaben.
  • Beim (nationalen) Krebsregister geht es nicht um „Rückspiegelung an den Arzt“, sondern um Transparenz, Leitlinienüberwachung und objektive Qualitätskontrolle – die bitter nötig sind.
  • Es geht nicht um die Frage, ob der „gewünschte Therapieerfolg“ erzielt wurde, sondern um die objektive Darstellung des erzielten Therapieeffekts – der zum Teil schwer zu definieren ist.
  • Erfahrungsgemäß reichen wenige prägnante, aber korrekt erfasste Effektparameter aus.
  • Eine Mehrfachdokumentation in separaten Registern stellt eine inakzeptable bürokratische Belastung der Onkologen dar. Es muss mit einem (strukturierten) Register gehen!
  • Die Dokumentation muss flexibel und pragmatisch sein und eine Minimalerfassung der relevanten Verlaufsparameter zulassen. Bürokratische Überfrachtung muss unterbleiben.
  • Bestehende, in München seit 30 Jahren funktionierende Register müssen erhalten bleiben, auch wenn national ein einheitlicher Datensatz zu fordern ist (gegebenenfalls Konvertierung).
  • Es ist nicht damit getan, einfach Geld in eine Zielsetzung zu pumpen und unsinnigen Mehraufwand durch gute Honorierung durchzusetzen.

Dr. med. Wolfgang Abenhardt, 80335 München

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema