ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2013Verkehrsmedizin: Alkohol größte Anlassgruppe

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Verkehrsmedizin: Alkohol größte Anlassgruppe

Dtsch Arztebl 2013; 110(7): A-279

Koch, Joachim

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Nach fünf Jahren ist das Standardwerk in der zweiten Auflage erschienen. Im Zentrum verkehrsmedizinischer Begutachtungen stehen weiterhin Einschränkungen der Fahrsicherheit und Fahreignung durch Alkohol, Drogen und Medikamente. Die Hälfte aller medizinisch-psychologischen Untersuchungen steht mit Alkoholauffälligkeiten im Straßenverkehr in Zusammenhang. Die drogenbedingten Untersuchungsanlässe stellen mit 18 Prozent die inzwischen zweitgrößte Anlassgruppe dar. Auch in der zweiten Auflage wurden Einschränkungen der Fahrsicherheit und Fahreignung durch die Wirkung psychotroper Wirkstoffe und häufig auftretender Erkrankungen (Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-System, psychische Erkrankungen, Nervensystem) ausführlich dargestellt.

Das Buch mit Beiträgen von mehr als 40 Autoren hat drei Teile. Im ersten Teil werden die Grundlagen, die Epidemiologie sowie rechtliche Fragen (Strafrecht, Verwaltungsrecht, Zivilrecht, Arztrecht) behandelt. Im zweiten Teil geht es um die Fahreignung, die Fahrsicherheit und deren Begutachtung. Die Inhalte sind übersichtlich referiert, mit Hilfe des Stichwortregisters und Inhaltsverzeichnisses kann bei den verschiedenen Krankheiten schnell nachgeschlagen werden, wie lange ein Patient beispielsweise mit einer epileptischen Erkrankung nicht am motorisierten Straßenverkehr teilnehmen kann. Es werden ebenfalls die Besonderheiten im Schienen-, Schiffs- und Flugverkehr sowie die speziellen Verhältnisse in den Ländern Österreich und Schweiz dargestellt. Im Abschlussteil werden der Verkehrsunfall und seine Rekonstruktion behandelt. Joachim Koch

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Burkhard Madea, Frank Musshoff, Günter Berghaus (Hrsg.): Verkehrsmedizin. Fahreignung, Fahrsicherheit, Unfallrekonstruktion. 2. Auflage, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2012, 800 Seiten, gebunden, 149 Euro

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