ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2013Kunstmetropole New York: Große Namen, viele Geheimtipps

KULTUR

Kunstmetropole New York: Große Namen, viele Geheimtipps

Dtsch Arztebl 2013; 110(7): A-284 / B-265 / C-264

Berg, Detlef

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Das Museum of Modern Art ist ein Muss, ebenso das Metropolitan Museum of Art oder das Guggenheim-Museum. Aber wer kennt die Frick Collection?

Im Schneckengang – Bereits 1943 wurde Stararchitekt Frank Lloyd Wright mit dem Entwurf des Guggenheim-Museums beauftragt. Der Bau wurde jedoch erst zwischen 1956 und 1959 realisiert. Foto: picture alliance
Im Schneckengang – Bereits 1943 wurde Stararchitekt Frank Lloyd Wright mit dem Entwurf des Guggenheim-Museums beauftragt. Der Bau wurde jedoch erst zwischen 1956 und 1959 realisiert. Foto: picture alliance

New York ist ein Shoppingparadies und sicher der größte Konsumtempel der Erde. Sportbegeisterte kommen zum Marathon, andere begnügen sich mit einer Radtour im Central Park. Dann gibt es Architektur zu bestaunen. Aber New York setzt auch in Sachen Kunst und Kultur international Maßstäbe.

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Das Museum of Modern Art in Midtown Manhattan, kurz MoMA, gehört zum Pflichtprogramm. 1929 gegründet, war es das erste Museum, das seine Sammlung gänzlich der modernen Kunst widmete. In der Ausstellung kann man einen ganzen Tag verbringen. Hinzu kommen zahlreiche Sonderausstellungen. So ist noch bis zum 29. April
eine Edvard-Munch-Ausstellung zu sehen.

Weniger bekannt ist dagegen die Morgan Library. Dabei bietet die alte Bibliothek Kunst- und Kulturgegenstände von 4000 v. Chr. bis heute, darunter Schätze wie drei Gutenberg-Bibeln, handschriftliche Manuskripte von Charles Dickens oder Edgar Allen Poe, Symphonien von Mozart, Strauss und Beethoven, Gemälde von Leonardo da Vinci, Michelangelo, Rembrandt, Rubens, aber auch von Cezanne, Picasso und Pollock. Und seit Stararchitekt Renzo Piano die düstere Stadtvilla der Gründerzeit, finanziert von J. P. Morgan, umgestaltet und durch einen modernen Anbau erweitert hat, ist allein das Bauwerk einen Besuch wert.

Individuelles Kunsterleben

Eine architektonische Meisterleistung ist auch das Guggenheim-Museum, das sich hauptsächlich der abstrakten Kunst widmet. In dem von Architekt Frank Lloyd Wright entworfenen Bau bewegt sich der Besucher wie in einem Schneckenhaus. Nur wenige Schritte entfernt liegt mit dem Metropolitan Museum of Art das wohl bedeutendste Kunstmuseum der Neuen Welt. In den weiten Hallen findet jeder Besucher Platz für den ganz persönlichen Blick auf die Kunst – beim Tempel von Dendur, vor einer Bernini-Statue oder im Garden Court. „Am besten Sie schließen sich einer Führung an“, empfiehlt eine New Yorkerin, die in ehrenamtlicher Mission Gästen ihre Stadt zeigt. „Es gibt Rundgänge, die mit den Highlights der Sammlungen vertraut machen, oder thematische Rundgänge“, sagt sie. „Und wenn Sie hier schon im Museumsquartier sind, sollten Sie auch die Frick Collection, die Neue Galerie und das Whitney-Museum besuchen.“

Großer Sinn für Ästhetik

Die Frick Collection ist im ehemaligen Wohnhaus von Henry Clay Frick zu sehen. Der ausgebuffte Geschäftsmann hatte es früh zu Reichtum gebracht und mit seiner Kunstsammlung zudem einen ausgesprochenen Sinn für Ästhetik bewiesen. Ein Rundgang durch die prunkvollen, aber dennoch privaten Räume zählt zu den schönsten Kunsterlebnissen, die New York zu bieten hat.

Die Neue Galerie New York ist der deutschen und österreichischen Kunst gewidmet. Mit dem Café Sabarsky im Wiener Kaffeehausstil lädt sie zum Verschnaufen ein. Wer es modern mag, lässt sich einige Schritte weiter zum Brunch im Café Boulud nieder. Es gehört zu den angesagtesten Adressen von New York und befindet sich im frisch restaurierten Hotel „The Surrey“. „Wir arbeiten eng mit dem Whitney Museum of Modern Art zusammen“, erklärt Hotelmanagerin Sarrah Candee, „und zeigen immer ein Kunstwerk bei uns im Haus.“ Mit solchen Angeboten will man die Gäste zum Besuch eines der vielen Museen in der Umgebung inspirieren.

Detlef Berg

@Information: www.nygo.com

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