ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2013Forschungsförderung: „Human Brain Project“ als Flaggschiff

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Forschungsförderung: „Human Brain Project“ als Flaggschiff

Dtsch Arztebl 2013; 110(7): A-249 / B-233 / C-233

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Die Europäische Union (EU) wird das „Human Brain Project“ zur Simulation des menschlichen Gehirns im Rahmen ihrer Flaggschiff-Initiative als eines von zwei Spitzenforschungsprojekten mit einer umfangreichen Förderung ausstatten. Die Initiative dient dazu, visionäre Großprojekte zu unterstützen, die einen wesentlichen Beitrag für Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft leisten können. Die Kosten für das auf zehn Jahre angelegte internationale Großprojekt werden auf mehr als eine Milliarde Euro geschätzt (www.humanbrainproject.eu). Ziel ist es, das Gehirn mit all seinen Bausteinen nachzuahmen, um seine Funktionen besser zu verstehen und die Diagnose und Behandlung von Krankheiten voranzutreiben.

Das von Prof. Henry Markram von der École Polytechnique Fédérale de Lausanne konzipierte und gemeinsam mit Prof. Karlheinz Meier von der Universität Heidelberg koordinierte Projekt soll alle wissenschaftlichen Daten über das menschliche Gehirn vereinen: Jede einzelne der etwa 100 Milliarden Nervenzellen mit ihren Bestandteilen und Verknüpfungen sowie die genetischen Eigenschaften fließen in das Modell ein. Bisher übersteigt die Gesamtheit dieser Daten noch die Kapazität moderner Rechner.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit dem Forschungszentrum Jülich an dem Projekt beteiligt. In Jülich soll später der zentrale Supercomputer für die elektronische Modellierung stehen. Weitere Projektpartner aus Deutschland sind unter anderem das Karlsruher Institut für Technologie und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Insgesamt beteiligen sich Forschungseinrichtungen aus 23 Ländern. EB

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