SUPPLEMENT: Praxis Computer

Monopole: Am Scheideweg?

Dtsch Arztebl 1998; 95(40): [1]

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Das Antitrustverfahren des Justizministeriums gegen Microsoft wird nicht nur in den USA mit Spannung erwartet. Zugleich soll über die von der Regierung geforderte einstweilige Verfügung entschieden werden, wonach das Betriebssystem "Windows 98" und der Internet-Browser von Microsoft ("Explorer") getrennt werden müssen. Microsoft wird beschuldigt, seine Monopolstellung bei Betriebssystemen zu mißbrauchen, um sich auch in anderen Marktbereichen eine beherrschende Stellung aufzubauen. Die am Beispiel des Konkurrenzkampfes mit Netscape sichtbare Taktik sei es, das Betriebssystem Windows um neue SoftwareKomponenten zu erweitern, die kostenfrei mitgeliefert werden. Neben Browser-Software betrifft dies auch andere Produkte, etwa Backup-Module, Spracherkennung u. a. Firmen, die hierfür eigene Produkte entwickeln und anbieten, haben dann kaum mehr eine Chance. In den USA stehen sich Befürworter und Kritiker des Verfahrens unversöhnlich gegenüber: Auf der einen Seite die Gegner von Bill Gates, die den Verlust eines freien und fairen Wettbewerbs befürchten und eine gesetzliche Regulierung des Marktes in Grenzen befürworten - auf der anderen Seite die Anhänger eines deregulierten Marktes, die an dessen Selbstheilungskräfte glauben und Eingriffe des Staates vermeiden wollen. Und der Verbraucher? Er ist primär an preiswerten Qualitätsprodukten interessiert, und diese kann ihm leider kein Gerichtsverfahren garantieren. Wenigstens aber sollte er eine Wahlmöglichkeit haben. KBr
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