ArchivDeutsches Ärzteblatt18/1996PKV/Ärzte: Berufspolitische Diskriminierung
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LNSLNS Das Ansinnen der Privaten Krankenversicherungen, die Ärzte zum 1,7fachen GOÄ-Satz für Privatversicherte im Standardtarif zu verpflichten, habe ich mit Empörung gelesen. Wir Ärzte in den neuen Bundesländern werden durch die erzwungenen Honorarabschläge schon genügend diskriminiert, nicht zuletzt auch durch die bürokratische Verzögerung der "gewaltigen" Reduzierung des Abschlages von 19 Prozent auf 15 Prozent (!), als daß wir uns durch die Privaten Krankenversicherungen auch noch verhöhnen lassen müssen. Diese sollten vielmehr auf die Zahlungsmoral ihrer Versicherten Einfluß nehmen beziehungsweise nur die Rechnung erstatten, wenn die Arztrechnung auch bezahlt ist. Ich habe große Außenstände von Patienten, die trotz mehrmaliger Mahnung ihre Arztrechnung nicht begleichen.
Sie, als Ärzteblatt, sollten solchen berufspolitischen Diskriminierungen auch als Anzeige keinen Raum geben.
Dr. med. Horst Scholz, Ärztehaus Thiemstraße 112, 03050 Cottbus

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