ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2013Kommunale Krankenhäuser: Marburger Bund ruft zu Warnstreiks auf

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Kommunale Krankenhäuser: Marburger Bund ruft zu Warnstreiks auf

Dtsch Arztebl 2013; 110(8): A-294 / B-274 / C-274

Hillienhof, Arne

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Nach drei erfolglos verlaufenden Verhandlungsrunden hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) Ärzte an kommunalen Krankenhäusern zum Warnstreik aufgerufen. Anlässlich des nächsten Verhandlungstermins am 22. Februar soll eine zentrale Kundgebung in Düsseldorf stattfinden. Die Ärztegewerkschaft erwartet zur Demonstration Krankenhausärzte aus ganz Deutschland.

Die von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zuletzt vorgelegte Tarifofferte bezeichnete MB-Vizevorsitzender Dr. med. Andreas Botzlar als „Dumping-Angebot“: So habe die VKA die MB-Forderung nach einer niedrigeren wöchentlichen Höchstarbeitszeitgrenze von derzeit durchschnittlich 60 Stunden mit der Streichung eines Urlaubstages für alle Ärzte unter 55 Jahre quittiert. Auch die angebotene Tariferhöhung von zwei Prozent bei einer Laufzeit von 14 Monaten provoziere den Unmut der Krankenhausärzte.

Aufruf zum Protest: Der Marburger Bund findet das Angebot der Arbeitgeber unzureichend. Foto: Michael Peters
Aufruf zum Protest: Der Marburger Bund findet das Angebot der Arbeitgeber unzureichend. Foto: Michael Peters
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Aufs Jahr betrachtet käme dies einer Gehaltssteigerung von 1,7 Prozent gleich und gleiche somit noch nicht einmal die durchschnittliche Inflationsrate von zwei Prozent aus. „Das von der VKA vorgelegte Angebot hat nicht den Eindruck gemacht, dass die Arbeitgeber wirklich kompromissbereit sind“, resümierte MB-Vize Botzlar.

Die angekündigte Protestaktion werde zeigen, dass die Ärzteschaft nicht länger bereit sei, sich mit Lippenbekenntnissen abspeisen zu lassen und ein „deutlich verbessertes Angebot“ erwarte. Der MB fordert eine lineare Gehaltssteigerung um sechs Prozent. hil

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