ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2013Palliativmedizin: Wandel eingeleitet
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Vielen Dank für den ausführlichen Bericht vom 9. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass das Konzept von Palliation in den Alltag der Versorgung integriert werden muss, wie dies analog etwa für die Geriatrie gilt. Dass sich „Integrated Palliative Care“ bewährt, zeigen inzwischen nicht mehr ausschließlich Forschungsergebnisse zur Lebensqualität, sondern auch zur Lebenserwartung. Ein vermeintlich „weniger“ an Chemotherapie in der Onkologie verlängert das Leben und ist vermutlich (wie der Bericht nahelegt) auch wirtschaftlicher. Mit der Provisional Clinical Opinion der ASCO – American Society for Clinical Oncology – vom 6. Februar 2012 könnte der erforderliche grundlegende Wandel im Verständnis von Kuration und Palliation eingeleitet worden sein. Die Expertengruppe zeigt auf, dass inzwischen in sieben RCT belegt worden ist, dass Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung von integrierter Palliative Care sowohl bezogen auf die Lebenserwartung als auch die Lebensqualität gegenüber klassischer onkologischer Behandlung profitieren (J Clin Oncol 2012; Mar 10; 30 (8): 880–7. Epub 2012; Feb 6).

Prof. Dr. Norbert Schmacke, Institut für Public
Health und Pflegeforschung der Universität
Bremen, 28719 Bremen

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