ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2013Praxis-Homepage: Noch Luft nach oben

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Praxis-Homepage: Noch Luft nach oben

Dtsch Arztebl 2013; 110(8): A-308

Krüger-Brand, Heike E.

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Eine eigene Praxis-Präsenz im Internet ist für viele Ärzte noch nicht selbstverständlich.

Mehr als 60 Prozent der deutschen Internetnutzer greifen inzwischen auch bei Gesundheitsfragen auf das Internet zurück. Praxis-Homepages sind daher für niedergelassene Ärzte zunehmend wichtig für die Patientenkommunikation und auch als Marketingmaßnahme. Dennoch besitzen nur etwas mehr als die Hälfte der niedergelassenen Ärzte in Deutschland (52,5 Prozent) eine eigene Praxis-Homepage. Im Vergleich zu einer Umfrage aus dem Jahr 2008, in der sich 54 Prozent der Ärzte als Homepage-Inhaber bezeichneten, ist das sogar ein leichter Rückgang. Das ergab die Online-Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2012“ der Stiftung Gesundheit, Hamburg.

Ein Grund hierfür könnte darin liegen, dass „Internet-Visitenkarten“ – Homepages von nur einer Bildschirmseite – inzwischen veraltet und kaum mehr anzutreffen sind, vermuten die Experten der Stiftung. Mehr als 50 Prozent der Ärzte begründeten den Verzicht auf einen beruflichen Internetauftritt damit, dass sie keine Werbung nötig hätten (Grafik). Fast ein Viertel der Ärzte sieht zu viele rechtliche Unsicherheiten bei der Erstellung und Pflege einer eigenen Online-Präsenz.

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Ich habe keine Homepage, weil . . .
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Grafik
Ich habe keine Homepage, weil . . .

Dies zeigt nach Meinung der Stiftung Gesundheit, dass sich die Ärzte über die rechtlichen Voraussetzungen, wie etwa ein Impressum oder die Einhaltung des Heilmittelwerbegesetzes, im Klaren sind. Demgegenüber gaben 90 Prozent der ärztlichen Inhaber einer Praxis-Homepage an, noch nie eine Abmahnung wegen eines mutmaßlichen Rechtsverstoßes ihrer Website erhalten zu haben. 8,7 Prozent wurden einmal, 0,5 Prozent mehrfach abgemahnt.

Bei der Erstellung der Website wurden mehr als die Hälfte der Befragten in rechtlichen Fragen unterstützt, etwa von einem Anwalt, der Ärztekammer oder einer Agentur. 31,2 Prozent antworteten, dass sie in Bezug auf die Rechtssicherheit ihrer Homepage keine Hilfe benötigen.

Heike E. Krüger-Brand

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