ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 1/2013Fünf Grundregeln für sichere Passwörter

SUPPLEMENT: PRAXiS

Fünf Grundregeln für sichere Passwörter

Dtsch Arztebl 2013; 110(8): [32]

EB

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  • Das Hasso-Plattner-Institut (HPI), Potsdam, hat zu mehr Sorgfalt bei der Wahl von Passwörtern aufgerufen. Etwa 30 Prozent der Internetnutzer suchten sich eine Folge von sechs oder weniger Zeichen aus, sagte Christoph Meinel, Professor für Internet-Technologien und -Systeme und Direktor des HPI. Das reiche für einen sicheren Zugangsschutz nicht aus. Das weltweit am meisten verwendete Passwort ist Meinel zufolge die Ziffernfolge „123456“, gefolgt von „12345“ und „123456789“. Hacker könnten einen solch schwachen Zugangsschutz mit automatisierten Methoden innerhalb einer Sekunde knacken, betonte der Informatiker. Nach wie vor wähle circa die Hälfte der Internetnutzer dasselbe oder ein ähnliches Passwort für sämtliche Seiten, die ein Log-in erfordern. „Beliebt sind kurze und einfache Begriffe – selbst für Zugänge zu sehr privaten Daten und Informationen“, kritisierte Meinel. Er empfiehlt, konsequent fünf Grundregeln für sichere, starke Passwörter zu beachten:

1. Niemals den Nutzernamen, den tatsächlichen Namen, das Geburtsdatum oder andere Informationen, die mit der eigenen Person oder dem genutzten Konto zusammenhängen, als Passwort verwenden

2. Begriffe vermeiden, die aus einem Wörterbuch stammen (könnten)

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3. Mindestens vier Arten von Schreibweisen verwenden, also groß/klein, Buchstaben, Nummern und Sonderzeichen wie !@#%$*~;.

4. Dem Passwort eine Länge von mindestens acht Zeichen geben

5. Niemals dasselbe Passwort für alle Konten verwenden.

Um ein Passwort zu finden, dass man sich leicht merken kann, rät Meinel, sich einen Satz auszudenken, der Wörter, Zahlen und Zeichensetzung enthält. Als Beispiel wählt er den Satz „Mein zweites Auto war ein VW Golf!“ Nehme man den ersten Buchstaben eines jeden Worts, die Zahl und das Satzzeichen und schreibe dies hintereinander auf, ergebe sich aus diesem Merksatz das Passwort „M2.AweVWG!“ „Dieses Verfahren ergibt jeweils ein sehr sicheres Passwort, an das man sich mit Hilfe des Merksatzes so lange leicht erinnern kann, bis man es schließlich auswendig beherrscht“, erläuterte Meinel. EB

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