ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 1/2013Elektronische Gesundheitskarte: Online-Tests noch Ende 2013

SUPPLEMENT: PRAXiS

Elektronische Gesundheitskarte: Online-Tests noch Ende 2013

Dtsch Arztebl 2013; 110(8): [3]

Krüger-Brand, Heike E.

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Die ersten Online-Anwendungen der neuen Karte sollen noch in diesem Jahr in zwei großen Regionen getestet werden. Foto: Techniker-Krankenkasse
Die ersten Online-Anwendungen der neuen Karte sollen noch in diesem Jahr in zwei großen Regionen getestet werden. Foto: Techniker-Krankenkasse
  • Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) hat im vergangenen Jahr deutliche Fortschritte gemacht. Ein Großteil der gesetzlich Krankenversicherten hat nach Angaben des Spitzenverbandes der Krankenkassen inzwischen die neue Versichertenkarte bekommen. Die vorgegebene Quote von 70 Prozent wurde bei einzelnen Kassen sogar deutlich übertroffen.

Noch in diesem Jahr sollen die ersten beiden Anwendungen – das Online-Management der Versichertenstammdaten und die qualifizierte elektronische Signatur (QES) – getestet werden. Die erste Anwendung umfasst die Prüfung der Gültigkeit und Aktualität der Daten auf der Karte und gegebenenfalls deren Aktualisierung. Die Online-Prüfung der Stammdaten ist dabei auch möglich, wenn das Praxisverwaltungssystem nicht an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur angebunden ist. Die zweite Anwendung umfasst die rechtssichere elektronische Unterschrift mittels elektronischem Heilberufsausweis. Dabei sollen auch mehrere Dokumente gleichzeitig mit einer QES unterzeichnet werden können (Stapelsignatur). Die beteiligten Testärzte erhalten hierfür elektronische Arztausweise der Generation 2.

Noch im zweiten Quartal 2013 will die Betriebsgesellschaft Gematik den Zuschlag für die Testung der beiden Anwendungen erteilen. Der Testbetrieb soll zum Jahresende in zwei großen Regionen beginnen. Hierfür wurden die „alten“ Testgebiete in die Testregion Nordwest (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz) und in die Testregion Süd (Sachsen und Bayern) aufgeteilt. Für die Tests sind mindestens jeweils 500 Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Krankenhäuser unterschiedlicher Versorgungsstufen erforderlich. Zwischen der Testung der beiden Anwendungen Versichertenstammdatenmanagement und QES dürfen maximal zehn Monate liegen.

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Die bundesweite Einführung der neuen Anwendungen könnte, sofern alles nach Plan läuft, Ende 2014 starten. Dieser Online-Rollout Stufe 1 ist die Voraussetzung für weitere Anwendungen der eGK (Stufe 2), dar- unter das Notfalldatenmanagement und die sichere Kommunikation der Leistungserbringer etwa per elektronischen Arztbriefen. KBr

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