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Die traumatherapeutischen Ansätze der Bundeswehr orientieren sich an den aktuellen Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (1). Ergänzende komplementärtherapeutische Angebote zur Behandlung therapieresistenter Formen der posttraumatischen Belastungsstörung oder der Behandlung komorbider Störungsbilder werden bereits verschiedentlich zum Beispiel in Form von Akupunktur oder Meditationstechniken in den Bundeswehrkrankenhäusern gemacht. Der therapeutische Einsatz von Cannabisprodukten kollidiert mit den bestehenden dienstrechtlichen Vorgaben der Bundeswehr, die grundsätzlich den Genuss von Drogen verbietet. Erfahrungen mit Einzelfällen von Selbsttherapie mit Cannabisprodukten, bei denen sich der Konsum meist verselbständigte, zeigten bei unseren Patienten nur eine kurzfristige Linderung auf verschiedene Symptome (meist aus dem Erregungscluster) und führten letztendlich zum Auftreten von Toleranz- und anderen Suchtproblematiken. Ob der gezielte medizinische Einsatz von Cannabinoiden nach Überlegungen aus der Grundlagenforschung andere Erfahrungen in der klinischen Anwendung mit sich bringen wird, sollte dringend kontrolliert erforscht werden.

DOI: 10.3238/arztebl.2013.0144b

Dr. rer. medic. Jens T. Kowalski, Forschungssektion Psychotraumazentrum, Berlin, JensKowalski@bundeswehr.org

Interessenkonflikt
Dr. Kowalski ist bei der Bundeswehr angestellt.

1.
Flatten G, Bär O, Becker K, et al.: S2 – Diagnostik und Behandlung von akuten Folgen psychischer Traumatisierung. Trauma & Gewalt 2011; 3: 214–21.
2.
Kowalski JT, Hauffa R, Jacobs H, Höllmer H, Gerber WD, Zimmermann P: Deployment-related stress disorder in German soldiers: utilization of psychiatric and psychotherapeutic treatment. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(35–36): 569–75. VOLLTEXT
1.Flatten G, Bär O, Becker K, et al.: S2 – Diagnostik und Behandlung von akuten Folgen psychischer Traumatisierung. Trauma & Gewalt 2011; 3: 214–21.
2.Kowalski JT, Hauffa R, Jacobs H, Höllmer H, Gerber WD, Zimmermann P: Deployment-related stress disorder in German soldiers: utilization of psychiatric and psychotherapeutic treatment. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(35–36): 569–75. VOLLTEXT

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