ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2013Heino Ital †: Ein passionierter Individualist

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Heino Ital †: Ein passionierter Individualist

Dtsch Arztebl 2013; 110(9): A-393 / B-359 / C-359

Clade, Harald

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Heino Ital, Foto: Ärztekammer BW
Heino Ital, Foto: Ärztekammer BW

Es ist schon bemerkenswert, wenn ein niedergelassener Arzt sein gesamtes berufliches Wirken bewusst völlig außerhalb des Rahmens einer kassenärztlichen Tätigkeit gestellt und erfolgreich gewirkt hat. Zugleich ist es ebenso unkonventionell, dass sich ein Arzt von Beginn seines Berufslebens an in der ärztlichen Selbstverwaltung engagiert hat. Diese Eigenschaften treffen auf Dr. med. Heino Ital zu, Facharzt für Innere Medizin/Flugmedizin, der sich 1966 in eigener (Privat-) Praxis in Mannheim niederließ.

Ital, in Bad Wildungen geboren, war zunächst Assistenzarzt an den Städtischen Kliniken in Mannheim, wo er seine Weiterbildung absolvierte; 1960 wurde er hier zum Oberarzt der II. Medizinischen Klinik berufen. In seine Zeit als Klinikarzt fällt der Beginn seines berufspolitischen Engagements. „Der Einstieg in die Berufspolitik war durch Geldnöte bedingt“, so sein Bekenntnis. Als Klinikarzt verdiente er Anfang der 50er Jahre 240 DM im Monat. Er engagierte sich im Marburger Bund (MB), avancierte schnell zum Vorsitzenden des damaligen Landesverbandes Nordbaden des MB. Von 1963 bis 1966 war er MB-Bundesvorstandsmitglied. Bereits 1959 wurde er Mitglied des Vorstandes der Bezirksärztekammer Nordbaden und 1975 deren Präsident, ein Amt, das er bis 1995 ausübte. Stolz blickte er auf seine Tätigkeit als Delegierter bei 35 Deutschen Ärztetagen zurück.

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Ital wurde für seinen Einsatz mehrfach geehrt, so mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette, dem Reflexhammer des MB und mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Am 30. Januar starb er im Alter von 84 Jahren in Mannheim. Harald Clade

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