ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2013Kommunale Kliniken: Keine Annäherung im Tarifstreit

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Kommunale Kliniken: Keine Annäherung im Tarifstreit

Dtsch Arztebl 2013; 110(9): A-356 / B-328 / C-328

Flintrop, Jens

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Proteste in Düsseldorf: Ärztinnen und Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet kamen am 22. Februar ins Rheinland. Foto: dpa
Proteste in Düsseldorf: Ärztinnen und Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet kamen am 22. Februar ins Rheinland. Foto: dpa

In den Tarifverhandlungen für die gut 50 000 Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern hat der Marburger Bund (MB) den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Mehrere Hundert Ärzte aus kommunalen Krankenhäusern demonstrierten am 22. Februar vor dem Hotel, in dem die vierte Runde der Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) stattfand. „Die heutige Aktion sollte den Arbeitgebern eine Warnung sein. Eine Minusrunde unterhalb der Teuerungsrate und dazu noch weniger Urlaub werden wir nie und nimmer akzeptieren“, sagte Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des MB-Bundesverbands, unter dem Beifall der Kundgebungsteilnehmer, die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren.

Die Demonstranten forderten die Arbeitgeber auf, nicht länger eine Reduzierung der Arbeitsbelastung zu blockieren. Bisher weigere sich die VKA, mit dem MB über eine Verringerung der wöchentlichen Höchstarbeitszeitgrenze mit Spitzenbelastungen von bis zu 96 Stunden pro Woche zu verhandeln.

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„Die Arbeitgeber lassen keinerlei Bereitschaft erkennen, die beispiellos hohen Arbeitszeitgrenzen der Klinikärzte zu reduzieren“, erklärte MB-Verhandlungsführer Rolf Lübke nach der Verhandlungsrunde. Ohne eine Senkung der Höchstarbeitszeitgrenze und ein deutliches Entgegenkommen in der Gehaltsfrage werde es aber keine Einigung geben. VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg warf hingegen dem MB vor, sich „in keinem Punkt kompromissbereit“ zu zeigen. Die MB-Forderungen würden zu Kostensteigerungen von etwa 13 Prozent in den Krankenhäusern führen. Dies sei „vollkommen abwegig“.

Am 4. und 5. März wird weiterverhandelt. JF

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