PHARMA

Kurz informiert

Dtsch Arztebl 2013; 110(9): A-397

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

EMA überprüft das Nutzen-Risiko-Profil von Tetrazepam-haltigen Präparaten – Das Benzodiazepin Tetrazepam (zum Beispiel Musaril®, Sanofi-Aventis, sowie zahlreiche Generika) ist zugelassen zur Behandlung von schmerzreflektorischen Muskelverspannungen, zum Beispiel als Folge von Erkrankungen der Wirbelsäule und der achsennahen Gelenke sowie bei spastischen Syndromen mit krankhaft gesteigerter Muskelspannung. Die Nationale Versorgungs-Leitlinie Kreuzschmerz weist auf die Nebenwirkungen der Substanz hin (zum Beispiel Benommenheit, allergische Reaktionen) und empfiehlt, vor allem aufgrund des Abhängigkeitspotenzials, die Anwendung zu vermeiden. Trotzdem stiegen die Verordnungen von Tetrazepam in den letzten Jahren an und lagen zuletzt bei 22,7 Millionen DDD (Arzneiverordnungs-Report 2012).

Aufgrund von Berichten über schwere Hautreaktionen hat die Europäische Arzneimittelbehörde eine umfassende Bewertung des Nutzen-Risiko-Profils von Tetrazepam-haltigen Präparaten eingeleitet, wie die Arznei­mittel­kommission der Deutschen Ärzteschaft mitteilt. In Frankreich war eine erhöhte Rate schwerwiegender Hautreaktionen unter Tetrazepam im Vergleich zu anderen Benzodiazepinen aufgefallen – einschließlich Fällen von Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch-epidermaler Nekrolyse, Erythema multiforme und DRESS-Syndrom. Ein Ergebnis der Bewertung wird im April dieses Jahres erwartet. EB

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema