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Ganz im Sinne unseres Artikels fordert Herr Otto die Notwendigkeit einer sinnvollen Patientenselektion bezüglich der Indikationsstellung zur Metastasenresektion beim fortgeschrittenen Harnblasenkarzinom. Wie wir in unserem Artikel dargelegt haben, ist die Metastasenchirurgie nur dann indiziert, wenn

  • eine komplette Resektabilität der Metastasen gewährleistet ist
  • ein signifikantes Ansprechen auf die vorausgegangene systemische Chemotherapie erzielt wurde
  • der Patient in einem gutem Allgemeinzustand ist.

Die von Otto et al. zitierte Studie an 70 Patienten steht nicht im Widerspruch zu unseren Aussagen, da

  • alle 70 Patienten nicht auf die initiale MVAC – Chemotherapie angesprochen haben
  • multiple Metastasenlokalisationen bei 76 % der Patienten vorlagen
  • keinerlei Selektion der Patienten bezüglich der Indikation zur Metastasenresektion getroffen wurde, was auch an der hohen perioperativen Mortalitätsrate von 4 % deutlich wird.

Zusammenfassend sei betont, dass die Metastasenchirurgie beim Urothelkarzinom mit dem Ziel einer langfristigen Kontrolle nur nach signifikantem Ansprechen auf die primäre systemische Chemotherapie und bei kompletter Resektabilität aller Metastasen gegeben ist.

DOI: 10.3238/arztebl.2013.0176b

Prof. Dr. med. Axel Heidenreich

Universitätsklinikum der RWTH Aachen

aheidenreich@ukaachen.de

Interessenkonflikt

Prof. Heidenreich bekam Vortragshonorare und Reisekostenerstattung, und ist Mitglied im Advisory Board der Firmen AMGEN, Astellas, Bayer AG, GlaxoSmithKline, Janssen-Cilag, Sanofi Aventis und Takeda. Er erhielt Honorare von Ferring und Pfizer. Er ist Mitglied im Advisory Board von IPSEN.

1.
Heidenreich A, Wilop S, Pinkawa M, Porres D, Pfister D: Surgical resection of urological tumor metastases following medical treatment. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(39): 631–7 VOLLTEXT
1.Heidenreich A, Wilop S, Pinkawa M, Porres D, Pfister D: Surgical resection of urological tumor metastases following medical treatment. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(39): 631–7 VOLLTEXT

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