ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2013Johanna Wanka: Sieben Monate Forschungsministerin

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Johanna Wanka: Sieben Monate Forschungsministerin

Dtsch Arztebl 2013; 110(10): A-455 / B-407 / C-407

Osterloh, Falk

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Johanna Wanka, Foto: dpa
Johanna Wanka, Foto: dpa

Prof. Dr. rer. nat. Johanna Wanka ist ein fröhlicher Mensch. Als sie sich in der Bundespressekonferenz zum ersten Mal als Bundesministerin für Bildung und Forschung den Medien präsentiert, lacht sie häufiger, als man es in diesem Haus gewohnt ist. Ihr ist anzusehen, dass sie sich auf die nächsten sieben Monate freut, in denen sie dieses Amt innehaben wird. Es ist der Höhepunkt einer langen Karriere in Wissenschaft und Politik. Anfang der 1970er Jahre hat die gebürtige Sächsin in Leipzig Mathematik studiert und 1980 promoviert. Die Fachhochschule Merseburg leitete sie von 1994 bis 2000. Dann der Wechsel in die Politik. Neun Jahre, bis 2009, war sie Forschungsministerin in Brandenburg, bis 2013 dann Ministerin für Wissenschaft in Niedersachsen.

Bis zur Bundestagswahl will sich die 61-Jährige vor allem drei Themen widmen: Beim Hochschulpakt will sie die Finanzierung des Bundes fortsetzen und zugleich von den Ländern deren Kofinanzierung einfordern. Als Gegenleistung für Bundesgelder zur „Qualitätsoffensive Lehrerausbildung“ verlangt sie von den Ländern eine rechtssichere gegenseitige Anerkennung der Lehrerausbildung. Und schließlich will sie, dass auch der Bund künftig gezielt Hochschulen fördern darf.

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Unterdessen gibt es Ankündigungen von Plagiatsjägern, auch Wankas Doktorarbeit zu untersuchen. Ob sie davor Angst habe, wird sie in der Bundespressekonferenz gefragt. Ihre Arbeit liege bereits digital vor, antwortet sie freundlich. Wer wolle, könne sie sich gerne anschauen. Falk Osterloh

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