ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2013Universitätsmedizin: Sehr viel Geld
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. . . Es war abzusehen, dass sich nach der Konvergenzphase die Universitätskliniken melden würden, sie hätten zu wenig Geld. Sicher ist es richtig, dass Universitätskliniken gegenüber anderen Krankenhäusern zusätzliche Aufgaben haben. Hierfür erhalten sie jedoch sehr viel Geld in Form von Zuwendungen der Länder. Die Autoren vergessen bei ihrer großzügigen Bewertung der Leistungen von Universitätskliniken, dass ein großer Teil der Universitätskliniken in Deutschland inzwischen nicht besser und nicht schlechter ist, als Kliniken der Regel- und Maximalversorgung, messbar am CMI und der Patientenzahl. Diese Daten lassen sich leicht aus den Statistiken der Krankenhaus- Zweckverbände der einzelnen Länder entnehmen. So ist in NRW zum Beispiel lediglich eine einzige Universitätsklinik mit einem CMI von mehr als 1,2 vertreten, während alle anderen Universitätskliniken unterhalb des CMI meiner eigenen Klinik (der Regelversorgung) mit 53 Betten liegen. In der Realität ist es nach wie vor so, dass Universitätskliniken sehr verschwenderisch mit Personal und technischen Ressourcen umgehen (können), jedenfalls verglichen mit einem normal wirtschaftenden Krankenhaus. Hoffentlich wissen die Geldgeber das auch.

Prof. Dr. med. Thomas-Alexander Vögeli,
Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, Medizinisches Zentrum StädteRegion Aachen GmbH, 52146 Würselen

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