ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2013Michael Schierack: Arzt und Politiker

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Michael Schierack: Arzt und Politiker

Dtsch Arztebl 2013; 110(10): A-455 / B-407 / C-407

Hibbeler, Birgit

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Michael Schierack, Foto: Bürgerbüro Prof. Schierack
Michael Schierack, Foto: Bürgerbüro Prof. Schierack

Ärzte in der Politik – das ist eher die Ausnahme. In den Parlamenten dominieren andere Berufsgruppen, zum Beispiel Juristen oder Lehrer. Prof. Dr. med. Michael Schierack (46) ist seit Jahren politisch aktiv. Der Orthopäde und Unfallchirurg ist neuer Landesvorsitzender der CDU Brandenburg.

„Gerade weil sich so wenig Ärzte politisch engagieren, ist die Politik so, wie sie ist“, sagt Schierack. Er glaubt, dass Ärzte anders an Probleme herangehen – realitätsbezogen und mit dem Blick für die Menschen. Er wünscht sich, dass Menschen aus allen Berufsgruppen in den Parlamenten vertreten sind. Er selbst sitzt bereits seit 2009 im Brandenburger Landtag. Die Union ist dort in der Opposition. Schieracks Anliegen: die anderen Abgeordneten für das Thema Gesundheitspolitik sensibilisieren. Vielen sei der Bereich zu komplex und zu sehr bestimmt von Interessengruppen. „In der Gesundheitspolitik kann man sich schnell blaue Flecken holen“, weiß Schierack.

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Die entscheidende Frage für ihn ist: „Wie gewährleisten wir künftig auch in der Fläche eine adäquate medizinische Versorgung?“ Dazu gebe es bereits gute Projekte der Kassenärztlichen Vereinigung und der Ärztekammer. Wichtig sei die Nachwuchsförderung. Private Initiativen für eine medizinische Fakultät in Brandenburg findet er unterstützenswert.

Schierack ist seit 2005 im Orthopädischen Praxiszentrum in Cottbus niedergelassen. Außerdem ist er Honorarprofessor für Rehabilitationsmedizin an der Fachhochschule Lausitz. Er ist Mitglied der Kammerversammlung der Lan­des­ärz­te­kam­mer Brandenburg. Birgit Hibbeler

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