ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2013Glücksspielsucht: Schärfere Regeln für Spielautomaten

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Glücksspielsucht: Schärfere Regeln für Spielautomaten

PP 12, Ausgabe März 2013, Seite 101

afp; Bühring, Petra

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Die Bundesregierung will das Glücksspiel an Automaten mit schärferen Regeln eindämmen. Ziel einer neuen Spieleverordnung sei es, zum Schutz von Spielern Spielanreize zu verringern, mögliche Verluste zu begrenzen und den Jugendschutz zu stärken, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die Spielebranche reagierte ablehnend auf die Pläne.

Das Automatenspiel nimmt stark zu, besonders bei den 18- bis- 20-Jährigen. Foto: picture alliance
Das Automatenspiel nimmt stark zu, besonders bei den 18- bis- 20-Jährigen. Foto: picture alliance

Die Neuregelungen sehen neben der Begrenzung der Spielanreize und der Verlustmöglichkeiten vor, den „Unterhaltungscharakter der Geldspielgeräte“ zu stärken, wie aus dem Entwurf zur Änderung der Spieleverordnung hervorgeht. Das Spielverbot für Jugendliche solle „effektiver durchgesetzt“ werden.

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Zum Schutz vor Spielsucht soll künftig eine „Spielunterbrechung mit Nullstellung“ in Spielautomaten eingebaut werden. Zudem ist vorgesehen, dass Automatenspieler künftig – ähnlich wie an Zigarettenautomaten – ihr Alter nachweisen müssen. Dazu wird ein Nachweis „mit einem personenungebundenen Identifikationsmittel“ nötig sein, beispielsweise einer „Spielerkarte“. In Gaststätten soll künftig die zulässige Anzahl aufgestellter Automaten auf einen beschränkt werden. Bisher waren drei erlaubt.

Die SPD-Bundestagsfraktion kritisierte die Pläne des Wirtschaftsministeriums als nicht ausreichend. Statt einer anonymen Identifikation von Spielern an Automaten brauche es „eine personengebundene Spielerkarte“, erklärte die Drogenbeauftragte der SPD-Fraktion, Angelika Graf. afp,pb

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