ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2013Brustkrebspatientinnen: Kurzzeit-Psychotherapie gegen Depressionen

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Brustkrebspatientinnen: Kurzzeit-Psychotherapie gegen Depressionen

PP 12, Ausgabe März 2013, Seite 101

Hillienhof, Arne

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Eine spezielle Kurzzeit-Psychotherapie ist ein wirksames Mittel gegen Depressionen bei Brustkrebspatientinnen. Das berichten Wissenschaftler der Universitäten Mainz und Leipzig. Depressionen sind die häufigsten seelischen Begleiterkrankungen bei Brustkrebs, so die Wissenschaftler. 22 Prozent der Patientinnen leiden daran. Unbehandelt sind diese Patientinnen länger arbeitsunfähig, ihre Lebensqualität ist geringer, und in einigen Fällen verschlechtert sich dadurch die Behandlungsprognose. „Dennoch werden die seelischen Nöte bei der Behandlung des Tumors häufig außer Acht gelassen“, sagte Prof. Dr. med. Manfred Beutel, Mainz.

Die Wissenschaftler teilten 157 betroffene Patientinnen mit deren Einverständnis per Los in zwei Gruppen ein. Die Patientinnen der ersten Gruppe wurden an ihre Hausärzte verwiesen und über Beratungsstellen informiert. Die Patientinnen der zweiten Gruppe erhielten jeweils eine Stunde pro Woche eine tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie von bis zu 20 Sitzungen. In diesen Sitzungen informierten Psychotherapeuten die Patientinnen über ihre Depression und entwickelten gemeinsam mit ihnen passende Strategien, wie sie die mit ihrer Krebserkrankung verbundenen Depressionen besser bewältigen können.

Innerhalb von acht Monaten bildete sich die Depression bei 57 Prozent der Patientinnen, die an der Therapie teilnahmen, zurück. Die vergleichbare Quote der anderen Patientinnen betrug 33 Prozent. hil

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