ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2013Marburger Bund: Tarifverhandlungen für Unikliniken starten

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Marburger Bund: Tarifverhandlungen für Unikliniken starten

Dtsch Arztebl 2013; 110(11): A-481 / B-429 / C-429

Hillienhof, Arne

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6,5 Prozent mehr Gehalt und eine bessere Bezahlung der Arbeit in der Nacht und an Samstagen – das sind die zentralen Forderungen des Marburger Bundes (MB) in den Tarifverhandlungen für die etwa 18 000 Ärztinnen und Ärzte in den Universitätskliniken der Länder. „Die Universitätskliniken erwirtschaften aufgrund ihrer Leistungsstruktur höhere Erlöse als andere Klinikträger. Es ist deshalb nicht zu akzeptieren, dass die Ärztegehälter in Unikliniken deutlich hinter denen in kommunalen Krankenhäusern und anderen Kliniken zurückbleiben“, sagte der MB-Vorsitzende Rudolf Henke.

Deshalb fordert der MB eine Erhöhung des Zuschlags für Samstagsarbeit auf 20 Prozent des individuellen Stundenentgelts für die gesamte Zeit des Tages. Für Vollarbeit in der Nacht bekommen Ärzte an Unikliniken derzeit einen Zuschlag von 20 Prozent des individuellen Stundenentgelts. Der MB fordert hier einen Nachtarbeitszuschlag von 25 Prozent des individuellen Stundenentgelts.

Die erste Verhandlungsrunde zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und dem MB findet am 12. März in Berlin statt. Es geht dabei um den Entgelttarifvertrag für Ärzte (TV Ärzte) in 20 Universitätskliniken sowie im Justizvollzug der Länder. Eine Sonderstellung nehmen einige Unikliniken ein, die nicht der TdL angehören. So befindet sich das Uniklinikum Mannheim in städtischer Hand und das Uniklinikum Gießen und Marburg im Besitz des privaten Konzerns Rhön-Klinikum AG. Auch andere Unikliniken unterliegen nicht dem TV Ärzte, zum Beispiel die Berliner Charité, die Universitätsklinik Frankfurt am Main, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und die Universitätsmedizin Mainz. hil

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