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. . . 66 Prozent der antwortenden Kollegen wollen den Sicherstellungsauftrag aufgeben, wenn die Bedingungen nicht erfüllt werden – aber genau darum ging es doch, darum, dass seit Jahren die Bedingungen für ein befriedigendes Arbeiten im Kassenarztsystem nicht mehr gegeben sind.

Mit der nun unweigerlich folgenden Diskussion, welche Bedingungen das sein müssen, ab wann sie als erfüllt angesehen werden und ab wann bei (dem zu erwartenden) Nichterfüllen die Reißleine gezogen wird – all’ diese Fragen bleiben unbeantwortet. Das Thema trifft den Nerv, sicher, aber Klarheit hat die Umfrage nicht gebracht.

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Fatal ist ein Nebenaspekt: Nur (!) 71 Prozent der Ärzte und Psychotherapeuten sehen die Abschaffung von Regressen als essenziell für die Beibehaltung des Sicherstellungsauftrags an. Im Umkehrschluss sieht fast ein Drittel der Kollegen hier kein ernstes Problem – dieser tiefgreifende, grundsätzliche Konstruktionsfehler im System, der in Regressen nur seinen Ausdruck findet?! Das Signal an den Nachwuchs ist dramatisch: Weiterhin gibt es keinen Konsens innerhalb der Kassenärzteschaft, die Bedingungen nachhaltig zu ändern und Systemfehler zu korrigieren. Nach wie vor lassen wir uns von den Krankenkassen gegeneinander ausspielen, nach wie vor geht es nicht um grundlegend bessere Bedingungen – und nach wie vor werden junge Kollegen angesichts solcher Realitäten eine Niederlassung nicht in Erwägung ziehen. Daran hat die Umfrage nichts geändert – sehr schade um die verpasste Chance.

Markus Wedemeyer, 27578 Bremerhaven

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