ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2013Initiative „Pro Quote Medizin“: Ärztinnen fordern feste Frauenquote

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Initiative „Pro Quote Medizin“: Ärztinnen fordern feste Frauenquote

Dtsch Arztebl 2013; 110(11): A-480 / B-428 / C-428

Hibbeler, Birgit

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Der Anteil von Ärztinnen in Führungspositionen ist immer noch gering. Foto: mauritius images
Der Anteil von Ärztinnen in Führungspositionen ist immer noch gering. Foto: mauritius images

Der Frauenanteil in der Medizin steigt: Etwa 62 Prozent der Erstsemester im Fach Humanmedizin sind weiblich. Auf den Führungspositionen stagniert der Anteil von Ärztinnen jedoch. Die Initiative „Pro Quote Medizin“ plädiert deshalb für eine feste Frauenquote. „Wir fordern, dass mindestens 40 Prozent der Führungspositionen in der Medizin bis 2018 mit Frauen besetzt werden, und zwar auf allen Hierarchiestufen“, heißt es auf der Website http://pro-quote-medizin.de.

„Nur rund sechs Prozent der Lehrstühle an den medizinischen Fakultäten sind mit Frauen besetzt, und das seit Jahren“, kritisiert Initiatorin Prof. Dr. med. Gabriele Kaczmarczyk, Berlin. Zwar werde mancherorts berichtet, Frauen besetzten an den Universitätskliniken ein Fünftel der Führungspositionen. Aber diese Zahl komme nur zustande, wenn man die W2- und die Juniorprofessorinnen einrechne. „Ein besonderer Skandal ist übrigens, dass es bei 36 Medizinfakultäten nur zwei Ordinaria für Frauenheilkunde gibt“, sagt Kaczmarczyk.

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Die Initiative „Pro Quote Medizin“ hat ihre Forderungen in einem offenen Brief an die Entscheidungsträger im Gesundheitswesen zusammengefasst – darunter die Dekane, Vorstände und Direktoren der Krankenhausträger, die Präsidenten der Fachgesellschaften und Berufsverbände, der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, die Präsidenten der Lan­des­ärz­te­kam­mern und der Bundesminister für Gesundheit, der Vorstand von Hartmannbund und Marburger Bund.

Ein Kurzinterview „5 Fragen an“ mit der Initiatorin Kaczmarczyk: www.aerzteblatt.de/53680 BH

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