ArchivDeutsches Ärzteblatt18/1996Chirurgen wollen Bündnis für Forschung

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Chirurgen wollen Bündnis für Forschung

Dauth, Sabine

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LNSLNSLNSLNS HANNOVER. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie sieht die klinische Forschung in Deutschland gefährdet. Immer häufiger finde die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Kliniken inzwischen im Ausland statt, vor allem in den USA und Japan, schreibt sie in einer Presseerklärung. Die Folge sei für Deutschland ein Verlust an Forschungskapazitäten und -mitteln, Innovationen und Forschern selbst (vgl. auch "Amerika, du hast es besser" in DÄ, Heft 9/1996). Der Stellungnahme haben sich der Verband Forschender Arzneimittelhersteller und der Fachverband Elektromedizinische Technik angeschlossen.
Für die Entwicklung gibt es nach Auffassung der Chirurgen mehrere Gründe:
– Angesichts der hohen Anforderungen an klinische Forschung sind Kliniken und Krankenhäuser heute unzureichend ausgestattet.
– Für die Forschung bleibt interessierten Ärzten wegen der Erfordernisse von Lehre und Krankenversorgung zu wenig Zeit.
– Der Zwang zur Kostenbegrenzung im Gesundheitswesen verschlechtert die Rahmenbedingungen auch für Forschung. Dazu kommen Einsparungen der Länder im Hochschulbereich.
– Die Standortnachteile der Industrie in Deutschland wirken sich auch in diesem Bereich aus.
Die Chirurgen halten deshalb ein "Bündnis für Forschung" für notwendig. Repräsentanten aus Medizin, Industrie und Politik sollten bewirken, daß Ressourcen für die Forschung bereitgestellt und langfristig garantiert werden.
"Klinische Forschung in Deutschland" war auch das Thema einer Veranstaltung der Medizinischen Fakultät der Universität Regensburg am 26. und 27. April 1996. th
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