ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2013Klinisch-Forensische Medizin: Hoher wissenschaftlicher Anspruch

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Klinisch-Forensische Medizin: Hoher wissenschaftlicher Anspruch

Dtsch Arztebl 2013; 110(12): A-563 / B-501 / C-501

Rothschild, Markus A.

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Der Band stellt eine im deutschen Sprachraum erstmalig umfassende Behandlung der Themenfelder innerhalb der klinischen Rechtsmedizin dar. Auch wenn der Begriff „klinisch“ in diesem Zusammenhang nicht ganz korrekt ist, so hat sich der Begriff für rechtsmedizinische Untersuchungsmethoden im Zusammenhang mit lebenden Personen mittlerweile doch etabliert.

Sehr übersichtlich und systematisch werden die zahlreichen Bereiche der klinisch-forensischen Medizin aufgeführt, wobei der Band in einen allgemeinen und einen speziellen Teil untergliedert ist. Auch wenn das Buch insgesamt als praxisbezogener Leitfaden konzipiert ist, so folgt es doch einem hohen wissenschaftlichen Anspruch und ist geeignet, den derzeit geltenden Standard bei forensischen Untersuchungen im Zusammenhang mit Delikten gegen die Menschen darzustellen. Neben praktischen Anleitungen, zum Beispiel zur fotografischen Dokumentation von Verletzungsbefunden sowie der Asservierung von Spuren, findet man auch Leitfäden zur Gesprächsführung mit Probanden sowie eine Auswahl von Körperschemata und Fragebögen.

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In zahlreichen Kapiteln werden die Spezialthemen der klinischen Rechtsmedizin behandelt, wie zum Beispiel typische Spuren nach Folter, häuslicher Gewalt, Kindesmisshandlung, Verkehrsunfällen und allgemeiner Vernachlässigung.

Der Band ist qualitativ hochwertig, klar im Aufbau, begleitet von zahlreichen übersichtlichen Schemazeichnungen und ausgezeichneten Farbbildern. Wer sich beruflich mit Verletzungen im Zusammenhang mit rechtsrelevanten Ereignissen beschäftigt, der sollte auf dieses Standard- und Nachschlagewerk keinesfalls verzichten.

Markus A. Rothschild

Martin Grassberger, Elisabeth E. Türk, Kathrin Yen (Hrsg.): Klinisch-forensische Medizin. Springer, Wien 2013, 643 Seiten, gebunden, 77,77 Euro

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