ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2013Schweinegrippe: Verunsicherung vermeiden
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Ich befasse mich beruflich mit der gutachtlichen Beurteilung von Impfschäden.

Die Darstellung des Sachverhalts in dem oben genannten Artikel erstaunt mich.

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Nach § 60 des Infektionsschutzgesetzes erhält, wer durch eine öffentlich empfohlene Impfung einen Gesundheitsschaden erlitten hat, auf Antrag Versorgung von der zuständigen staatlichen Stelle. Ein Arzt, der eine solche Impfung durchgeführt hat, kann im Hinblick auf einen Impfschaden haftungsrechtlich nur dann belangt werden, wenn er die Impfung nicht sachgerecht durchgeführt oder nicht hinreichend aufgeklärt hat.

Diese Hinweise erscheinen mir wichtig, um eine Verunsicherung impfender Kollegen zu vermeiden.

Im Übrigen habe ich nach meiner beruflichen Erfahrung den Eindruck, dass Fälle, in denen der Verdacht auf einen Impfschaden besteht, nicht immer gemeldet werden, obwohl nach dem Infektionsschutzgesetz eine entsprechende Meldepflicht besteht.

Dr. med. Hildegard Bur am Orde-Opitz,
Leitende Landesmedizinaldirektorin, Sozialmedizin, 59494 Soest

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