ArchivDeutsches Ärzteblatt18/1996Berufsverbände klagen Unterbezahlung von Frauen an

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Berufsverbände klagen Unterbezahlung von Frauen an

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LNSLNS HAMBURG. Zu mehr Solidarität und stärkerer gewerkschaftlicher Organisation von Frauen im Gesundheitswesen riefen der Berufsverband für Arzt,- Zahnarzt- und Tierarzthelferinnen (BdA), der Bundesverband der Angestellten in Apotheken (BVA) und der Bundesverband Pharmazeutisch-technischer Assistentinnen bei einer Podiumsdiskussion in Hamburg auf.
Armut im Alter sei vorprogrammiert, da die Gehaltstarife der Arzthelferinnen schon beim Berufseinstieg nicht hoch seien und in den darauffolgenden zehn Jahren nur um 400 bis 500 DM anstiegen, meinte die Vorsitzende des BdA, Bärbel Keim-Meermann. Sie bemängelte zudem die weiteren Rahmenbedingungen in Kleinbetrieben wie Praxen und Apotheken. Dort herrsche noch der "Wilde Westen". Weder Tarifsysteme noch Kündigungsschutzgesetze engten die Unternehmer ein. So forderte Magdalene Linz, Vorsitzende des BVA, gesetzliche Regelungen zur Absicherung der Beschäftigten in Kleinbetrieben und realistische Tarifsysteme.
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